"Als Selim, kein der Schwur enthüllt,
Was lang geheim sei» Herz erfüllti„Nun bist du mein, für iinmer mein!
Und kaum im Tod kann s anders sei»!
Nun bist du mein — vereint nun beideFür ewig, laut dem heilgc» Eide!
Ja, klug und gütig war dein Schwur,
Er rettet Eines Haupt nicht nur.
O zage nicht — ein Löckchen schonIst meiner Zärtlichkeit ein Lohn!
Nicht kränkt' ich dir das feinste Haar,
Das »m die Stirn dir spielt so klar,
Böt' man mir alle Schätze darVom fernen Schacht ans Jstakar.
Der Morgen thürmte Wolken mir,
Vorwürfe trafen mich voll Pein —
Giaffir schalt mich Feigling schier!
Wohlan! jetzt kann ich tapfer sein,
Der Sohn der armen Sklavin bcnt -Erschrecke nicht, so nannt' er mich —
Ein Herz, das — zeigt's nicht prahlend sich,Doch Wort und Thal von ihm nicht scheut.Sein Sohn fürwahr! durch dich jedoch,
Bin ich's nicht, kann ich's werden noch.
Doch wisst um den geheimen SchwurKein andrer, als wir beide nur.
Den kenn' ich, der sich uuterwavdZu werben frech um deine Hand;
Mehr unrecht Gut, ein Herz so rohFand nie der Musslim wol im Land ilind stammt er nicht aus Egripv?
In Israel lebt keiner so!
Gleichviel — den Schwur soll nichts ergründen,Das Andre wird die Zeit verkünden.