War auch die Rose schon gebrochen;Ein Augenblick nur — und sic liegtZn Seliins Füßen hingeschmiegt:„Bulbul läßt durch die Rose grüßen,Will meines Bruders Gram versüßen,Sic meint, daß ihr Geliebter heutFür dich sein schönstes Liedchen beul,Das heitrer ihm vielleicht gelingt,
Als wie er sonst gewöhnlich singt.
Er hofft mit seinen frohen KlängenDen trüben Sinn dir zu verdrängen!"
tt.
„Wie! du verschmähst — abwcndend dich —Die Blume die dir Liebe gibt?
Senkt sich dein Blick so ernst ans mich?
Du weißt nicht, wer dich glühend liebt!
O mehr als liebster Selim, sprich!
Wie! hassest oder stichst du mich!
Komm! leg' dein Haupt ans meine Brust, —Daß dich mein Kuß zur Ruhe trüge!
Mein Wort verklang, wie die mit LustErdachte Nachtigallcnlügc!
Rauh, hart schien oft der Vater mir —
Doch lernen kann er noch von dir!
Ich weiß, er ist dir nicht gewogen, —
Doch hat Znlcika dich betrogen?
Ha! — ahn' ich recht? des Paschas Plan --Der Neffe, Bei von Karasman,
Vielleicht mag er verhaßt dir sein —
Ist dies, schwör' ich bei Mekka's Schrein, —Falls er gestattet Fraucnschwnr,
Da ihm ein Man» darf nahen nur, —