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Ein weißer Punkt nur, schaumbedeckt,
Der schwindend noch das Auge neckt —
Und das Gchcimniß schlief gebannt,
De» Wassergeistern nur bekannt,
Die in Korallenhöhlen schaudern,
Darüber mit der Flut zu plaudern.
Die Königin der SchmetterlingeErhebt im Ost die Pnrpurschwingc,
Läßt ans Kaschmirs smaragdncn AuenVom Knaben nahe sich beschauen,
Den sic von Kelch zu Kelche lockt,
Bis matt der Feind im Jagen stockt:
Sic schwingt sich ans — nachblickt er lang,
Bis ihm das Herz bricht sehnsuchtbang:
So lockt den Jüngling Schönheit auchMit Zaubcrflng und Farbenhauch,
Es ist ein Jagen voller Wähnen,
Im Anfang Rausch — zu Ende Thränen!Gewonnen, droht euch nur Verlust,
O Schmetterling, o Mädchcnbrnst!
Euch beiden schafft der Sorgen viel.
Des Mannes Trotz, des Knaben SpielDaS schöne Spielzeug, hcißbegchrt,
Verliert schon bei dem Fang an Werth:
Denn wird's ergriffen und berührt,
Wird ihm der Farbcnschmclz entführt,
Bis Schönheit, Glanz und Schmuck vcrwehn,Flichn muß cs oder nntcrgehn.
Mit wunder Schwinge, blutgcr Brust —
Wo blühte noch dem Opfer Lust? *
Fliegt der Verletzte, wie zuvor,
Von Rosen ans den Tulpenstor?
Bvron'ö 'Werke II. 2