Druckschrift 
8 (1854) Stunden der Muße. Englische Barden und schottische Kritiker. Der Fluch der Minerva. Der Walzer. Ode auf Napoleon Bonaparte. Hebräische Melodien. Todtenklage auf den edeln R. B. Sheridan. Der Traum. Finsterniß. Tasso's Klage. Ode auf Venedig. Das eherne Zeitalter ... . Vermischte Gedichte
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8 .

Was ist mir dcr Rcichthum? —Schnell ist cr entwallt,Wenn ihn ein Tyrann oder Schicksal entreißt;

Was ist mir ein Titel? — Phantom der Gewalt;

Was ist mir die Mode? — Nur Ruhm will mein Geist.

Fremd war meinem Busen bisher dcr Betrug;

Ich bin nicht die Wahrheit zu schände» geübt:War' also, mich selber zu fesseln, wol klug,

Daß Thorhcit die Tage dcr Jugend mir trübt?

Calmar's im- Orlo's To-.

(Dem Ossian des Macphcrson nachgcahmt.)

Schön sind die Tage dcr Jugendzeit! In ihrer Erinnerungschwebet dcr Greis dahin durch die Nebel dcr Zeit. Im Dämmer-licht ruft cr die sonnige» Stunden des Frühroths zurück. Er hebtmit zitternder Rechten den Speer. „Nicht so schwach schwenkte ichdas Eisen Angesichts meiner Bätcr!" — Dahin ist dcr HeldenGeschlecht; doch ihr Ruhm entsteigt den Saiten dcr Harfe; ihreGeister schweben dahin auf dcu Fittige» des Windes. Sic vernehmenden Ton inmitten des seufzenden Sturmes, und jauchzen in derWolkcnhallc des Himmels. So Calmar. Dcr graue Felsen be-zeichnet sein schmales Haus. Hernieder schaut cr aus brausendenStürmen; seine Gestalt rollt cr in den Wirbelwind und schwebetdahin auf dem Hauche dcr Berge.