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Warum leb' ich?
Warum bist du — warum ist Alles elend?
Er, der uns schuf, muß selbst cs sei», als SchöpferUnscl'gcr Wesen! denn Zerstörung schaffenKanu sicher kein Geschäft der Freude sein;
Und doch sei er allmächtig, sagt mein Vater: —Warum gibt's Böses denn, wenn gut er ist?
So fragt' ich meinen Vater und er sprach:
Weil Böses nur der Weg zum Guten ist. —Seltsames Gute, das erstehen mußAus argem Gegenthcil! — Non einer NatterSah ich ein Lamm verletzt; der arme SäuglingLag schäumend auf der Erde, während bangDie Mutter kläglich und vergebens blökte.
Mein Vater legte Kräuter auf die Wunde,
Und nach und nach gewann das arme Thier-Sein muntres Leben, und stand auf und trankDer Mutter Milch, die zitternd drüber stand,
Ihr Ncubelebtcs freudig leckend. Sich,
Mein Sohn! sprach Adam, wie aus Bösem GutesErwächst.
L unser.
lind du crwicdertest ihm?
Cain.
Nichts,
Weil er mein Vater; doch ich dachte, besserWär' cs doch für das Thier, wenn cs gar nichtGestochen worden, als daß cs erkauftDie Rettung seines kurzen Lebens durchUnsäglich herbe Qual, wen» auch geheiltDurch Gegengift.