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5 (1854) Manfred. Cain. Himmel und Erde. Der ungeformte Mißgeformte.
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Cain

(allein).

Das heißt leben!

Sich mühen! und warum soll ich mich mühen?

Nur, weil mein Vater Eden hat verscherzt.

War ich dran schuld? Ich war noch nicht geborenUnd wünscht' cs nicht zu sein. Auch lieb' ich nichtDie Lage, die mir die Geburt verschafft.

Wer hieß ihm einem Wurm und Weibe folgen?

Und that cr's, weshalb büßt' er? war es böse?

Der Baum war da, und warum nicht für ihn?Warum sonst lebt' er da, wo jener wuchs,

Der schönste weit umher? Auf alle FragenBerichtet man mich stets:cs ist Sein Wille,

Und Er ist gut.'- Wie weiß ich das? weil erAllmächtig, folgt darausj daß er allgut?

Ich schließe nach der Frucht uud die ist bitterDie ich genießen muß für fremde Schuld.

Wer naht? Den Engeln gleich ist die Gestalt,

Allein mit jenem trübern Angesicht

Der geistigen Natur Was zittr' ich denn?

Sollt' ich ihn mehr als jene Geister fürchten,

Die täglich ich das Flammcnschwcrt sch' schwingenNor jenen Pforte», wo ich oft verweileZur Dammcrzcit, um einen Blick zu HaschenBom Garten, der mein billig Erbtheil war:

Vis Nacht die mir verbotnen Schranken hüllt,

Die ewigen Bäume, die dort überwölbenDie Zinnen, von den Cherubim bewacht.

Schreckt mich der Engel nicht mit Feuerwaffen,

Was beb' ich jetzt vor diesem, der mir naht?

Doch scheint er mächtiger denn sic; nicht minderAuch schön, und doch so schön nicht, als er warUnd wol sein könnte. Kummer scheint die Halste