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Im Wall des Colosseums stand, inmittenDer größt» Trümmer dcs gewalt'gcn 3toms.
Dir Bäume längs zcrfall'ncn Bogen wachsend,
Sic schwankten in die blane Mitternacht.
Die Sterne glänzten durch die Trümmcrspalten,Jcnscit der Tiber scholl der Hunde Bellen,
Aus dem Palastc Cäsar's drang mir näherDer Eule tiefer Schrei; ununterbrochenFuhr fort der fernen Wachen muntres Lied,
Bis cs ein leiser Wind ertödtcte.
Cyprcsscn, auf den oor der Zeit verzehrtenRuinen, kränzten rings den Horizont;
Sic standen Bogenschuß entfernt, wo einstCäsaren, jetzo stumme Käuze wohnen:
Im Hain, der sich erhebt aus morschen ZinnenUnd Wurzeln schlägt in Kaiscrhcrdc; woDer Eppich um das Recht dcs Lorbcrs ringt, —Doch steht dcs Gladiators blutiger Circus,
Ein edler Rest, in Trümmern noch vollkommen,Jndeß die Kaiserhallcn und dcs Cäsar's SäleVerworren kriechen auf der Erde hin.
.Dies Alles, Waudelmond, erhelltest du,
Und warfst darauf weithin ein zartes Licht,
Das rings der rauhen Ocdc frost'gcn ErnstGemildert, und von neuem ausgcfüllt,
Wie's chmals war, die Klüfte des Jahrhunderts:Das überblicbnc Schöne zeigt sich schön,
Und was cs nicht war, wurd' cs, bis der OrtGeweiht war nnd der Busen übcrströmtIn Ehrfurcht vor der alten Pracht, — die lobtenBczcptcrtcn Gebieter herrschen nochAus ihren Urnen über unsre Geister. —
Solch' eine Nacht war's! Seltsam! scncr ZeitGedenk' ich jetzt! doch fand ich, unsere