öl
Manuel.
Ja! Das war eine Nacht! Ich weiß noch,wohl,
Zur Dännn'rung war's, wie jetzt — auch so ein AbendDie rothc Wolke dort, die ans dem GipfelDes Eigers ruht — sic ruhte damals auch —
Es ist, als ob's dieselbe war'; der Wind
Ging schwach und schaurig, und der Berge Schnee
Begann im Mondcsaufgang schon zu glitzern.
Graf Manfred war, wie jetzt, in seinem Thurm,
Weiß nicht, womit beschäftigt — bei ihm warDie cinz'gc Wacht- und Wanderungsgcfahrtin,
Sic, die von allen lebenden Geschöpfen '
Das Einz'gc war, was er zu lieben schien,
Wie freilich Blutvcrwandtschaft ihm gebot,
Warte, seine — still ! wer kommt daher?
(Der Abt tritt auf.)
Abt.
Wo ist bcr Graf?
Hermann.
3n jenem Thurmc dorr.
Abt.
och muß ihn sprechen.
Manuel.
Ist unmöglich jetzt,
Er ist in sich vertieft, und Niemand darfIhn stören.
Abt.
Ist cs ein Vergehn, so magDie Sebnld dafür auf mich alleine fallen,
Doch sehen muß ich ihn.
Hermann.
Schon einmal sahst
Du ihn heut Abend.