liner Sammlung besitzt gegen hundert derartiger Pfeifenvun der grössten Mannigfaltigkeit und hat erst in denletzten Monaten wieder durch die Herren Kassen-verwalter Hering, Redakteur Meinecke und Dr. Zint-graff eine lange Reihe merkwürdiger und immer wiederneuer Typen von grosser Schönheit erhalten, mit derenwürdiger Veröffentlichung leicht ein Band gefüllt werden
Ausstellung bot; ich verweise da einfach auf die Ab-bildungen 7 bis 18 von Taf. XXII.
Sehr lehrreich ist die kleine, ebda. Fig. 4, 5, 6,25 und 26 abgebildete Reihe von kleinen, aus Holzgeschnitzten Kriegs- und Signalpfeifen; es schiene mireine dankbare Arbeit, einmal die derartigen Pfeifendurch ganz Afrika hindurch zu verfolgen und ver-
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könnte. Hier muss ich mich darauf beschränken, ein-fach auf die hohe Blüte dieser Technik hinzuweisen.Aber auch sonst spielt die Töpferei bei den Bali einegrosse Rolle; die beiden XXII, Fig. 2 und 3 abge-bildeten Gefässe geben eine gute Vorstellung von ihrenausgezeichneten Leistungen auf diesem Gebiete — ohneKenntnis der Scheibe und mit einer Ornamentik, wiesie ungefähr unserer Steinzeit zu entsprechen scheint.
In ähnlicher Weise muss ich es mir auch ver-sagen, hier näher auf die reiche Mannigfaltigkeit derSpeertypen einzugehen, welche uns die Treptower
gleichend zu studieren. Unter Hinweis auf WeulesAbhandlung über die Eidechse als Ornament in Afrika*)mache ich hier auf das Elfenbein-Kriegshorn der Banyangaufmerksam, das Taf. XXII, Idg. 21 abgebildet ist.
Besonders erwähnenswert erscheint mir ein Musik-instrument derselben Banyang, das ebda. Fig. 22 ge-zeichnet ist; es gehört zu den Klimperbrettern, wie siemit Zungen aus Holz, Rohr oder Eisen über einen sogrossen Teil von Afrika verbreitet sind, unterscheidet
*) Festschrift für Bastian. Berlin 1896, S. 167—194.