dem ein grosses Loch, das anscheinend durch Zu-sammenreissen von zwei oder drei ursprünglichenkleineren Durchbohrungen und Erweiterungen ent-standen ist.
Nicht gemessen, L-B.-Index um 77, L-H.-Index um74, soweit bei dem dicken Haarpolster eine Messungnach der Photographie zuverlässig sein kann.
No. 40. Eva da Costa, 9 > aus Mogambique.Im Anschluss an die Wasswahili der Ausstellung seihier auch diese junge Dame erwähnt, die in der un-mittelbaren Nähe der Tembe eine Wirtschaft leitete.Ich habe sie nicht gemessen, möchte aber hier doch
Gemüt werden jedem unvergesslich sein, der sie gesehen;aber auch die zarten Frauen boten kein geringes Inter-esse. Im ganzen möchte ich nicht anstehen, die Leutefür sehr typisch zu halten. Nur einer derselben, Mäli,schien mir etwas aus der Reihe zu gehen und durchallzu grosse Längenentwicklung ausgezeichnet zu sein.Besonders seine Armlänge, die mit 885 mm die Länge,auf welche der französische Stangenzirkel eingerichtetist, noch um 15 mm übertrifft, sowie seine Klafterweite(2020 mm oder 113 Prozent seiner Körperlänge) scheinenmir schon als individuelle Uebertreibungen des richtigenMassai-Typus betrachtet werden zu müssen.
Maschärifa, Sswahili-Frau aus Lindi.
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hervorheben, dass ihre mittleren Schneidezähne imOberkiefer in derselben Weise deformiert sind, die ichoben S. 210 u. s. f. bei den Togo-Leuten erwähnt habe,also \_) l^J-förmig, durch Abmeisseln der inneren Ecken.
(Siehe die hierzu gehörige gegenüberstehende Tabelle.)
E.
Massai.
Pline ganz überaus erfreuliche und schöne Gesell-schaft. Acht Männer, fünf Frauen und vier Jungen,alles ausgesucht prächtige Menschen und, was den wissen-schaftlichen Wert angeht, zweifellos der Glanzpunkt derganzen Ausstellung. Mäli, Yagönd, Ramea und Lassinettsollen Brüder sein, Söhne desselben Vaters und der-selben Mutter; ebenso sind Yondra und KiwerraSchwestern. Nur eine Frau ist vom Loita-Stamme; alleübrigen sechzehn sind von Moschi. Die grossen, schlan-ken Kriegergestalten mit dem kindlich liebenswürdigen
No. 1. Lindokai, J 1 , Massai aus Moschi, um20 Jahre; (vergl. die Photographie b. auf Tafel XV)anscheinend nicht ganz erwachsen, besonders schlankund behend; aber Spitzenkatarrh und schlecht genährt.Haut rötlich-braun, Nase und Backen viel heller, Schenkelsehr dunkel rötlich-braun. Iris sehr dunkelbrauh, Sklerarein weiss, Bindehaut farblos. Augen mandelförmig,schräg. Haare fast schwarz, weich, kraus mit einzelnenSpiralen.
Kopf lang, mässig schmal und hoch. Hinterhauptwenig ausladend. Gesicht sehr schmal, spitz-oval, kaumprognath. Stirne mässig hoch, gerade, schmal, kiel-förmig, kaum gewölbt. Wangenbeine angelegt. Nasen-wurzel mässig breit, niedrig; Rücken gerade; Septumlang, dünn; Flügel dünn; Löcher ausgesprochen schmal.Unterlippe etwas voll und wulstig. Im Unterkieferfehlen die beiden mittleren Schneidezähne (»mit einemMesser ausgehebelt«, wie bei den Angehörigen fastaller Massai-Stämme); das übrige Gebiss intakt, schlechtgepflegt. Beide Ohrläppchen durch eine schwereEisenspirale mit kleinen Kettchen weit ausgedehnt
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