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Deutschland und seine Kolonien im Jahre 1896 : amtlicher Bericht über die Erste Deutsche Kolonial-Ausstellung
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wenngleich auch häufig durch blutige und sehr gefahr-volle Kämpfe. Auch eine Meuterei der Dahomey-Schutz-truppe in Kamerun selbst, an der sich zwar eingeboreneVolksstämme nicht beteiligten, wurde schnell nieder-geschlagen, so dass das Ansehen der Regierung keineEinbusse erlitt. Wenig glücklich und dem Kosten-aufwande nicht entsprechend verliefen die Handels-expeditionen, welche eine direkte Verbindung der Küstemit den Graslandvölkern des Innern bezweckten und denZwischenhandel der Duallaneger einschränken sollten.Auch die unter der tüchtigen und gewandten Leitungdes erprobten Afrikaforschers Dr. Eugen Zintgraff ins

achtunggebietend und befestigt bezeichnet werden. Auchdie englische Bevölkerung Kameruns hat sich nachgeradedarein ergeben, dass Kamerun dauernd eine deutscheKolonie sein wird.

Das Wahrzeichen Kameruns ist das mächtigeKamerungebirge. Es erhebt sich im nördlichen Teiledes Gebietes in der Breite einer Küstenlinie von etwaioo km unmittelbar aus dem Meere und ist aus vul-kanischem Basaltgestein aufgebaut. Das Gebirge er-reicht im grossen Kamerunberg, dem Götterberg oderMungo ma Loba der Eingeborenen, eine Höhe von3960 m und stellt sich als ein ungeheures vulkanisches

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Hinterland des nördlichen Kamerungebirges unter-nommenen Expeditionen, auf deren einer Nehber, Tiedt,Lieutenant v. Spangenberg und Huwe bei Bandeng am31. Januar 1891 ihr Leben Hessen, sind erst in neuesterZeit mit anscheinend dauerndem Erfolge gekrönt worden.Dafür hat sich jedoch in den letzten 7 Jahren die Anlagevon Pflanzungen am Kamerungebirge voll bewährt, unddieselben berechtigen zu der schönen Hoffnung, dasssich Kamerun in Bälde ebensosehr zu einer erfolgreichenPlantagenkolonie entwickeln wird, wie es stets eine be-deutende Handelskolonie verbleibt. Die inneren Ver-hältnisse der Kolonie können dank der seitens der Re-gierung angelegten militärischen Stationen und wohl-gelungenen Expeditionen als durchaus ruhig undgesichert, sowie das Ansehen der deutschen Macht als

Massiv dar, das weit über das Meer hin erkenntlichist. Vor der gewaltigen Bergmasse des grossen Kamerun-berges hegt unmittelbar an der Brandung des Meeresder kleine Kamerunberg, Mungo ma Etinde, ein steilerZacken, welcher von seiner Höhe von 1774 m nahezuschroff ins Meer abfällt. Der Beginn der Bildung diesesjetzt erloschenen vulkanischen Gebirges gehört demAusgang der mesozoischen oder dem Anfang derkänozoischen Zeit an, als das Kreidefestland, welchessich einst der heutigen westafrikanischen Küste vor-und anlagerte, bereits in der Senkung begriffen war.Daher darf man sich nicht wundern, dass das obereDrittel des Gebirges noch kahl und ohne jede Vege-tation, starrend in Lavaströmen und überdeckt mit Lava-asche, in den Himmel ragt. Auch haben noch in neuerer

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