305, -
Noten
)1NN dritten Gesänge.
(1.) „Wie lauschten Me, da daS Licht verfloß,
Mit dem der letzte Tag des Weise» schloß."
Sokrates nahm den Giftbecher kurz vor Sonnenuntergang, der Zeit derHinrichtungen, trotz der Bitten seiner Schüler, cs nach Sonnenniedergang zuthun.
(1.) „Sich! vom Hymcttus bis zur Fclsenschacht
Thront schweigend schon die Königin der Nacht"
Die Dämmerung währt in Griechenland nicht so lange, wie bei »ns; dieWintcrtage sind länger, die Svmmcrtage kürzer.
(l.) ,, Cyprcsseu dort au der Moschee Portal,
Des lustigen Kiosk erhellter Saal."
Der Kiosk ist ei» türkisches Sommcrlvgis; die Palme ist außerhalb derjetzige» Mauern Athens, unfern vom Thcscustempcl; zwischen diesem »nd derPalme befindet sich die Mauer. — Der Strom des Ccphiffus ist in der Thatganz unbedeutend und der Jliffus ganz wasserlvS. »
(l.) „Jndeß der Occau voll Wonne lacht."
Die einleitenden Zeilen zum dritten Gesänge stehen wol hier am UnrechtenOrte, »nd waren einem nicht vnblicirtcn, wenn schon gedruckten, Gedichte an-gchörig; doch wurden sic am Platze selbst, im Frühjahr 181t, gcscbricbcn;und — ich kann selber nicht sagen, warum — der Leser entschuldige hier ihrErscheinen, wenn er es mag.
(20.) „ Die kalten Blumen drückt die kalte Hand."
Es ist morgcnländischc Sitte, die Körper der Verblichenen mit Blumenzu bestreuen, und jungen Personen einen Strauß in die Hand zu geben.
-ZE—
Byrou'S Werke I.
2 «