O Pascha! daß doch des Gefangnen Augen,
Der Freiheit sucht, nicht gut znin Spähen taugen!
Ich horte nur, wie laut die Fluten rollten,
Die mich nicht oon der Küste tragen wollten-,
Nach Sonn' und Himmel blickt ich immerdar,
Für den Gefangnen ach zu blau —- zu klar!
Und fühlte, daß nur Thräncn trocknen konnten,
Wenn sic sich in dem Licht der Freiheit sonnten.
Durch meine Flucht jedoch ward offenbar,
Daß sie sich wenig kümmern um Gefahr;
Bei grösster Hut hält' ich umsonst gefleht,
Den zu erretten, der nun vor dir steht.
Die Wächter, die mein Fliehen nicht gewahrt,
Sic schlummern auch, wenn deine Macht sich schaart.Doch, Pascha, schwach und matt sind meine Glieder,Nach Ruh und Nahrung sehnen sie sich wieder;
Drum laß mich zichn — Euch allen Fried' und Heil,Mir aber werde Ruhe jetzt zu Theil!"
„Halt! Derwisch ! bleibe — mehr noch frag' ich dichSo setz' dich doch — ich null cs — hörst du? sprich!Mehr fragen muß ich; Sklaven bringt zu essen!
Man soll dich bei dem Feste nicht vergessen.
Und ists vorbei, so gib mir klar und schlichtAntwort darauf — denn Räthscl lieb ich nicht."
Doch was erregt so schnell den frommen Mann?Nicht eben hold sicht er den Diwan an,
Noch scheint er aufgelegt zum leckcrn Mahl,
Und die Gesellschaft ist ihm blos zur Qual.
Es war ein Anstug bittrer Laune nur,
Der, schnell verfliegend, über's Antlitz fuhr;
Er setzt sich schweigend und beruhigt nieder,
Der vorige Gleichmuth übcrkommt ihn wieder.