Zweiter Gesang.
i.
In Coron's Hafen schwimmt manch leichter Kiel,In Coron's Fenstern glüh» der Lampen viel,
Ein Fcst ist heut, wcil's Pascha Seid gefiel:
Ein Fest für dcn vcrsvrochncn künftigen Sieg,
Won» er die Räuber hcimführt auS dcm Krieg;
Bei Allah schwur cr's und bei seinem Schwert,
Und sein Gclübd' und Firma» ist ihm wcrth,
Die Schiffe sammeln sich die Küst entlang,
Laut wird das Prahlen, ungestüm der Drang,
Man thcilt schon die Gefangnen samt der Beute,
Ob auch noch fern der Feind, dcn man nicht scheute.Man schifft nur hin — und eh' der Tag erwacht,Sind die Piraten in der Gläubigen Macht!
Man wehrt indcß dcn Schlaf dcn Wachen kaum,
Sic tödtcn ja, kampflustig, selbst im Traum —Obwol die meisten sich zerstreu» am Strand,
Und an den Griechen prüfen Kraft und Hand.
Wie gut cs steht dcn turbanrcichcn Braven,
Die Schwerter zu cntblöstcn vor dcm Sklaven,
Sein Haus zu stürmen — ohn' ihn zu erschlagen.Stark ist ihr Arm, doch gnädig ihr Betragen,
Sic hauu nicht zu, weil sic cs dürfen wagen;
Wenn sic es nicht in muntrer Laune thun,
Daß nicht ihr Arm zu lange möchte ruhn.