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Genug nun von den Lieblinge» der Schlacht,
Laßt sic ans Ruhmsucht spielen mit dem Leben!
Ruhm hat die Asche lebend nie gemacht,
Ob Tausend sinken, Einen zu erheben.
Hart wärs, zu hindern ihr so edles Streben!
Die selbst gedungen streiten für ihr Land,
Sic sterben, eh sic Preis der Schmach sich geben,
Da sonst zum Tode leicht ein Weg fich fand,
Sei cs daheim im Zwist, sei cs durch Räubcrhand.
43 .
Einsamen Pfades reitet Harold hin,
Wo stolz Sevilla prangt und unbesiegt;
Noch ist cs frei, doch Räuber lockt Gewinn,
Daß bald es der Erobrung unterliegt,
Die seine Häuser schwärzend überfliegt.
Nicht frommt es mit dem Schicksal noch zu hadern,
Wo der Verwüstung Brut in Gier sich wiegt,
Sonst prunkten Tyrus noch und Ilions Quadern,
Und Tugend schwellte nur, nicht Mord der Menschen Ader».
46 .
Nicht denkt man hier der kommenden Gefahr,
Sang, Spiel und Feste kürzen jede Stunde,
Bei solchen Freuden, neu und sonderbar,
Fühlt Keiner seines Vaterlandes Wunde,
Hat nur von Liebe, nicht vom Kriege Kunde;
Hier, wo die Thorhcit ihre Jünger weiht,
Hält Unzucht ihre mitternächtige Runde;
Der Hauptstadt stumme Laster im Geleit,
Denn an dem morschen Wall klebt jede Schändlichkeit.