23.
Hu-r wohntest du, von Freud«, heimgcsncht,
Wo unten» Felsdach schön der Tag verfloß,
Doch jetzo steht, von Menschen wie verflucht,
Wie du vereinsamt dein erlauchtes Schloß:
De» Eingang hemmt Gcstripp, das riesig sproß,
Zu öden Hallen, gähnendem Portale,
Woraus des Denkers ernste Lehre schloß:
Die Lust ist eitel in dem Erdenthale,
Der Zeitcnstrom zerschellt sie all' mit Einem Male.
24 .
Die Halle, jüngst der Führer Sammelplatz,
Wie quält den Brite» ach ihr Anblick schon!
Znr Narrenkappe wirb der Krone Schatz!
Ein Feind, ein winziger Feind voll Spott und HohnSitzt pcrgamentbekleidet ans dem Thron,
Behängt mit untersiegcltcn Papieren,
Die mancher rnhmgekrönte RittcrssohnMit seines Namens Zügen mußte zieren,
Drauf lachend zeigt der Knirps, als wollt' er schier krepieren.
Bertrag hieß dieses Zwergennngcthüm,
Das in Marialva's Saal die Ritter bog.
Das O-nalcn schuf ans freudigem Ungestüm,
Der Ritter Hirn — wofern cs da — betrog:
Wo Thorhcit selbst den Sieger überflog,
lind Staatsknnst nahm, was Waffcnthal verloren,
Weil Lorbeer nicht mit unser» Führern zog!! —
Seit gegen Portugal der Sieg geschworen,
Dringt des Besiegten nicht, des Siegers Weh zu Ohren.