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Osnabrücker Zehntenstreit 072.
derselben übertrug Adelheid dem frommen Abte Majolus von Cluni,der, seitdem er auf Ottos Einladung am Hofe erschienen war, sichdie unbegrenzte Verehrung des kaiserlichen Paares zu erwerben ver-standen hatte?)
Für die Angelegenheiten der deutschen Kirche wurde in Romvon Kaiser und Papst der Beschluß gefaßt, im nächsten Herbste eineSynode nach Ingelheim zu berufen. Einen Anlaß dazu sollen dieKlagen des Bischofs Liudolf von Osnabrück über die Beeinträchtigungengegeben haben, welche die Klöster Korvei und Herford seinem Bis-thume zufügten?) Obgleich Otto schon seinem Vorgänger Drogo am13. Juni 360 die zu Osnabrück gehörigen Zehnten im vollen Um-fange zugesichert hatte?) so behaupteten sich jene beiden Stifter den-noch im Besitze derselben, der ihnen bereits unter den Karolingernzu Theil geworden. Liudolf, ein Blutsverwandter des Kaisers, warmit dieser seiner Beschwerde zu ihm nach Ravenna gekommen und
') 8/ri Vits. 8. Naioli II L. 22: ?or buns (so. Iloickrieum) sniin suwsibi aovsrsivit . . Ounsti oum vsnsrabantur optimales sunotiyus ckiliZebantprinoipss. Hüne Imperator babsbat aurisularium, buns a sserstis lickumintsrnuntium. 81 czuis apuck iwpsratorsm aliguock babsrst ns^otiummeäiatorsm beatum (^uasrsbat Naioium. Der Zeitpunkt dieses Beisammen-seins bleibt unklar, doch gehört es vielleicht schon in das I. 907, in welchemMajolus nach Pavia kam.
-) Urk. Ottos vom 17. Sept. 972 (Möser Osnabrück. Gesch. IV, 26, 8t.517l: Inuckoitus OsnsbruAASnsis aseelssias spiseopus nostsrc>us kickotis assonsanAuinsus nsesssitats sompulsus cko 8axonioa terra Ravsnnam usgusssronitatis nostras slsmsntiam acküt, gusrimoniam taeisns sooiosiam suamcksoimis . . iterum a Oorbsisoss abbats et Lerilorckonss abbatissa suisguelautoribus tomsraria prassumtions ckspraockatam esse . . guoniam iternostrum Lomam ckirsximus praeckistum spiseopum nobisoum iitue usgusvenire ksoimus. Ibi vsro bos neZotio ostsrisqus pro guibus veoimus,spuck patrom nostrurn lobannem apostoiieum traetatis, eins iussu eteousiiio inox iittsris ckireotis s^nockum InAÜnbsim oon^rsAanckam proximoauotuinnali tempore pro eeolesiastieo iioiioro stabiliencko in bas re ests-risgus guam plurimis oonckiximus. Eine ausführliche und kritische Dar-stellung des Osnabrücker Zehntenstreites gibt Wilmans (Kaisernrk. der Prov.Wests. I, 319—3d6), der unsere Urk. für eine auf echter Grundlage entstandeneFälschung hält (S. 358-365).
3) Möser Osnabr. Gesch. IV, 306 (8t. 274). Ans diese im Originaleerhaltene Urk. bezieht sich die von 072 mit den Worten: uncks iam XII annistransaotis apostolioa auotoritats et multorum nostri regni prinoipumoonsultn ot iuckioio ckiklinivimus ot Itrogoni . . nostras libsrtatis st im-munitatis prsoosptum supsr das sacksin rs 6sri prasoopimus. Diese vorallein wichtige Urk. hat Wilmans (ebenso wie Erhard) in seiner Untersuchunggänzlich übersehen. Verdächtig sind mir darin die Worte: ouius pstitioni obamorsm ckomini nostri . . st ckileotionsrn ckilsotissimas rnatris nostrasÄlabtbiickis atgus intsrvontu Xckalksickis amantissimas ooniuAis nostrasinsuper stiam ob Iregusns servitium siuscksm vonsrabiiis episoopi asssn-sum praebsntss, weil sie ganz ebenso in einer unverdächtigen Urk. für denselbenDrogo vom 15. Juli 965 wiederkehren (Bläser IV, 25, 8t. 382). Ausfallendist auch außer den schon von Wilmans gerügten regni prinoipss die Berusungans eine zahlreiche Neichsversammlung und ans den Papst: postea ills epi-soopus litoras apostolioo sic;illo insiZnatas, guas baeo ita üsri cksbsrsallirwarsnt, ostsncksbat.