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Die Ottonen zu Ravenna 967.
S. Severo, wo im Frühjahre die Synode stattgefunden hatte, ver-handelte der Kaiser mit dem Patriarchen Radoald von Aglei, demErzbischöfe Petrus von Ravenna, den Bischöfen Theoderich von Metzund Lantward von Minden über die Anliegen und Bedürfnisse derKirchen. Da klagten (am 25. November) die Mönche von S. Severoselbst, von der Ravennatischen Geistlichkeit unterstützt, Otto ihre Noth,wie durch Fahrlässigkeit der Aebte, die die Klostergüter an Laien ver-schleudert hätten, aus Mangel die Zucht gelockert und die Kirche inihrem Verfalle jedem Unwetter preisgegeben sei. Der Kaiser bestätigtedem Stifte seine alten Besitzungen und erweiterte sie durch eine andieselben grenzende Insel. Ueberdies bestimmte er, wie es schon früherin ähnlichen Fällen geschehen war, daß Grundstücke des Klosters inZukunft nur an solche Leute ausgegeben werden sollten, di? sie mitihrer eigenen Hände Arbeit bebauen wollten.
Wahrscheinlich noch in Ravenna H trafen zwei Abgesandte desmit Otto befreundeten Dogen Peter Candiano IV. von Venedig ein,Johann Contarini und der Diaconus Johannes. Auf ihre Bitteund die Fürsprache der Kaiserin Adelheid, deren Nichte Waldrada mitdem Dogen vermählt war, bestätigte der Kaiser den Venetianern ihrenBesitzstand innerhalb des Königreiches Italien 2 ) (am 2. December).Außerdem aber erneuerte er auch den alten Vertrag über den Grenz-verkehr zwischen Venedig und seinen italienischen Nachbarn, der imwesentlichen auf die unter Karl dem Großen und Lothar I. statt-gehabten Festsetzungen zurtickgieng und für die Venetianer die Ver-pflichtung enthielt, alljährlich im Merz dem Reiche 25 Pfund Denarezu entrichten. Sicherung gegen feindliche Einfälle, Auslieferung flüch-tiger Sklaven, Bestrafung des Diebstahls zumal von Vieh und des
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') Es gibt zwei zusammengehörige tlrk. Ottos für Venedig vom 2. Dec. 907aus dem livor dlaneus von Stumpf veröffentlicht, 1l.eta imp. iusck. p. l 2 und>5, die eine mit dem falschen Jahre 961 und ohne Actum, die andre mitrichtigen Daten, iu eivitate komm Da Otto, wenn er am 25. Novembernoch in Ravenna weilte, am 2. Dec. nicht wohl in Rom sein konnte und dieserZeitpunkt auch dem ausdrücklichen Zeugnis des ^uu. 8axo widerspräche, somuß hier ein Jrrthum obwalten, den ich aber auch nicht mit Waitz (bei Dün-niges S. I2ll durch Versetzung der Urk. in das I. 966 zu heben wage, weil siehier mit 8t. 414 sich nicht vertragen würde, mithin scheint der Ort unrichtigüberliefert.
A. a. O. p. 16: qusrnaclmockuiu temporidus Ixaroli psr ckvvrstumoum krsois sauoiturn irossicloruut. lieber den Inhalt des Vertrages s. Kohl-schütter Venedig unter dem Herzog Peter II. Orseolo S. 75—83. Aer Vertragmit Berengar steht in den Forsch, z. d. Gesch. X, 279—285.