Die Schule Bruns. Otto iu Köln, Weihnachten 965. Zgg
nannten/) wie sein Vetter Theoderich von Metz, Wikfrid von Ver-dun, Eberachar von Lüttich, Gerhard von Toul, sondern auch aufWeltliche, von denen so manche, wie jener Herzog Gotfrii/) undGraf Ansfrid von Brabant, nachmals Bischof von Utrecht, ein Mannvon unbestechlicher Strenge und musterhaftem Wandel, ihn als ihrenMeister und ihr Vorbild verehrten. Sie waren dann seine tüchtigstenHelfer, um das meisterlose Volk der Lothringer im Zaume zu halten.Die durch die Bischöfe Adalbero von Metz, Gauzlin von Toul u. a.eingeleitete Klosterreform schritt unter diesen Umständen kräftig weiterfort, das Unwesen der Laienäbte, das in Lothringen herrschend ge-wesen war, hörte nach und nach auf und der neu erwachte geistlicheEifer bewog auch manche von den Großen, entfremdete Güter denMönchen freiwillig zurück zu geben oder wieder zu verschaffen.
Daß ein Todesfall wie der seines liebsten Bruders und treuestenGefährten Otto tief erschüttern mußte, wer möchte das bezweifeln;dennoch vermochte er ihm nicht einmal das letzte Geleit zu geben,sondern setzte noch längere Zeit nach diesem Ereignis seinen Aufenthaltin Sachsen fort. Erst am 12. December befand er sich mit seinerGemahlin zu Brüggen an der Leine auf dem Wege nach dem Westen?)wohin die Verwaistheit Lothringens ihn zog. Zu Köln feierte erWeihnachten in zahlreicher Versammlung, von deren Theilnehmernuns die Bischöfe Evracrus von Lüttich und Jngran von Kamerik mitNamen genannt werden. H Dieser weihte gerade am ersten Weih-nachtstage Folkuin, einen noch jungen aber sehr gelehrten Mann, zumAbt von Lobbes, der als Geschichtschreiber seines Klosters sich spätergroße Verdienste erwerben sollte.
Ruotgsri IH-oloA.: Huot gnantoagus äs alnmnis tanti viri spi-8oopv8, guantoo in guaenmcpis seslsaiastisas prolsssionis äiseiplina pro-datissimos novimua, yni-ste. Vgl. oben S. 374 A. 3. Wenn Sigibert(Vits. Osoäsriei Nett. e. 2> Heinrich und Egbert von Trier zu Bruns Schülernrechnet, so ist dies durchaus grundlos.
2> RnotZsr. e. 41: Ooäslriäus clux quem ipss nutrivit; Dliietmar. IVe. 22. Graf Ansfrid wurde zuerst von seinem Oheime Rodbert von Trier(1 956) erzogen, inäs a patruo suo, seil, suo sguivoeo . . . strsnnuo äo-inino Lrnnoni arelnspiseopo ^grippinsnsi traäitur aä rss militarss. 8isbonas inäotis aäolssosns psnss ipsnm eottiäis proüsisdat, äonse primiOttonis manoipatus sst ssrvitio, vgl. über ihn oben S. 329 A. 2; HirschHeinrich I, 348.
?) Boyscn Allgem. histor. Magazin I, 104 (8t. 391): intsrvsntu äilsetssoniugis nostrs Läollisiäia.
^) 6ontin. UsAiu. 966: Imperator Ooloniao natalsm äomini eslsbravit,sunetagns idi llotdarisnois rsgui nsgotia, prvnt aibi viäsdatur äiapoanit;k'olsuin. 6ssta addat. l^obions. e. 28: äoinnus üvraerus I?olsuinum . .astats invsnsm I,aubisn8ibu8 praslseit addatsm; c^usm eurn sssst iäsinpontikox Oolonias in prasssntia impsriali in krsgnsntia inaAua popnlari. ibiäsin oräinari Iseit. Oräinatus S8t srgo ad InZranno Lamsraosnsiepioeopo äis ipso äomini natalieio; ^nu. Oaudisns. 965: l'uleuinns titabba8 natals äomini.