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Kaiser Otto der Große
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395
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Tod Arnulfs von Flandern. Bruns Erkrankung«

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Ein Todesfall ticferschüttcrnder Art, das unverhofft frühe Hin-schciden seines jüngsten Bruders Brun, zog den Kaiser gegen Endedes Jahres an den Rhein. Einige Zeit nämlich nach jener KölnerZusammenkunft im Juni, von der sicherlich beide Brüder, als sie voneinander den zärtlichsten Abschied nahmen, nicht ahnten, daß sie dieletzte sein werde, hatte sich Brun, wie es schon oft geschehen war, andas wcstfränkischc Hoflagcr nach Compiegne begeben, um seine hadern-den Neffen, den jungen König und die Söhne Hugos, mit einanderauszusöhnen?) Was diesmal der Gegenstand ihres Zwistes war, ober vielleicht durch den Tod des großen Markgrafen Arnulf von Flan-dern am 27. Merz dieses Jahres und die Nachfolge seines nochminderjährigen Enkels Arnulf veranlaßt wurde, H muß dahingestelltbleiben. Dieser Todesfall hatte jedenfalls dem jungen Könige Ver-anlassung gegeben, einen Theil von Flandern bis zum Flusse Lysmit Arras, Douay und St. Amand für sich zu besetzen.

Mit der Ordnung der kirchlichen wie der politischen Angelegen-heiten des Wcstreiches eifrig beschäftigt, wurde Brun in Reims durchkörperliche Beschwerden festgehaltcn, die bald in eine schwere Krankheitübergiengen und ihn das Schlimmste erwarten ließen. Von dem ihmbefreundeten Erzbischöfe Odclrich auf's beste verpflegt, schien er sichzum Feste des heil. Remigius (am 1. October) einigermaßen wiederzu erholen; gleichwohl ließ er, des tödtlichen Ausganges sicher, inGegenwart der ihn begleitenden Bischöfe Theuderich von Metz undWicfrid von Verdun seinen letzten Willen aufsetzen?) Ueber einegroße Anzahl von Kostbarkeiten, Gefäßen, Leuchtern, Vorhängen,

terms äuornm snnorum Presbyters XV Xsl. Oet. bssulsto, VIII Xsl.sinsäsm sonseersto spissopo; Xssrol. Xulä. mir»., msi. 965: Iloto spiso.VI Xsl. 8spt.; Xssrol. Xrgsntin. (Xontss III p. XV, IV, 310; Olrsn-äiäisr .Hist. äsI'ögliss äs 8trssbourg II. 338 n. ä) zu VII Xsl. 8spt.,ebenso Xssrol. )Isrssbnrg. (Neue Mitth. XI, 240), dagegen 8. VIsximini(Ilontstsim proär, II, 986): IIII Xsl. 8spt. Oäo spisoopus äs 8trsxbursst.

Ruotgsr. o. 43: mox in oseiäents Oompsnäinm säiit, ut ibidemnepotes suos sb iirviesm äissiäentss eonooräism rsvoesrst, in üäs stgratis stsbilirst.

^) Als Todesjahr geben 964 die Xnn. Xlnon. msi., min. und LIsnäinisns.<88. V, 9. l2. 25): dlsgnus Xrnnllus restsnrator buius LIsnäinisnsis eosnobiiobiit 6. Xsl. Xprilis, Oensslog. somit. Xlsnäriss s. 4 soä. L (88. IX,318), den Todestag hat das Xeerol. Xnnsburg. (Wedekind Noten III, 23,vgl. S. 240): VI Xsl. Xpr. Lrnuläus oomss. Dagegen der zuverlässigereFlodoard erzählt s. 965: Xrnulko guo^us prinoips ässsäsnts tsrrsm illiusrex Xotstsrius ingrsäitnr, st proeerss ipsius provintiss . . siäsm subisiun-tnr rsgi. Diesen Feldzug erwähnen auch Xnn. Xaubiens. 963: Xrnulpstoeomits mortuo Xotstsrins rsx Xrsusorum Xlsnäriss vsstst; XInou. min.966: Xotli. rsx Xtrebstum Xussnm sbbstism ssneti Xmsnäi st omnsmtsrrsm usgus Xis invsäit. Hiemit stimmt Dudo überein, der den Zug beiArnnlss Lebzeiten stattfinden läßt, richtiger die Ossts spise. Osmsrse. 1 s. 100(88. IV, 17. 106, V, 19, VII, 442). Ueber Arnulf vgl. Hirsch HeinrichI, 518.

3) Xuotgsr. s. 43. Das in e. 49 vollständig mitgetheilte Testament wurdenach s. 47 am Tage der Bestattung im Kölner Dome öffentlich vorgelesen.Das Vermächtnis an das St. Martmsklostcr erwähnt auch das Ostroms. 8.lUsrtini Ovlon. (88. II, 214).