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Kaiser Otto der Große
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Otto in Tuscien und Oberitalien.

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das gleiche Loos, das nachmals mancher als eine göttliche Strafe fürdie Absetzung des Papstes Benedict ansehen wollte?)

Eilends zog Otto daher nach Norden, um bald in reinere Lüftezu gelangen. Am 6. Juli gewährte er zu Acquapendente demBischöfe Goslin von Padua auf Adelheids Fürbitte die Erlaubnis,überall, wo es ihm nothwendig schiene, in seinem Bisthume um-mauerte Burgen anzulegen und den Inhalt der verloren gegangenenBesitztitel durch die eidlichen Aussagen von je drei freien Männernerhärten zu lassen?) Einige Wochen verweilte der Kaiser hieraufAnfang August in Lucca?) wo wir den Pfalzgrafen Otbert, dieBischöfe Wido von Modena und Hubert von Parma als Königsboten,Ermenald von Reggio und Grimald sowie mehrere Grafen in seinerUmgebung Nachweisen können, unter diesen namentlich Adelbert oderAtto von Modena, den angeblichen Befreier der Kaiserin Adelheid.Geistliche Stiftungen, wie das Salvatorkloster zu Lucca, San Sal-vatore bei Montamiata und das Bisthum Reggio, ließen sich hierihre Rechte und Besitzungen bestätigen. In der Herbstzeit, als endlichjene unselige Seuche nachließ, erholte sich Otto in Ligurien (vielleichtzu Marcngo) auf der Jagd von allen ausgestandenen Mühen?)

Italien gehorchte seit Berengars Gefangennehmung und BenedictsSturze in vollem Umfange, d. h. soweit es nicht dem griechischenReiche angehörte, der deutschen Herrschaft. Noch aber regte sich

>) 'I'bietmari Östron. tl o. 22: Xnno ckoin. wo. 963 ob cispositioosinsupra insinoratarn Lensckieti papas . . ssva inortalitas inpsratoris exeroitumöudssgrntur.

2) isteibnitii ^4nn. iinp. HI, 114. 146, 8t. 338: ad t^guarn psncksntsin,die Daten zerrüttet, für Ooslinns vsnsrabilio episeopns nosterqus ckilsetnsückelis. Die Erlaubnis zur Anlegung von Befestigungen kommt häufiger unterBerengar l. vor, s. meine Llssta IIsrenAarii S. 52.

3) Bom 29. Juli bis 9. August blieb Otto mindestens in Lucca !8t. 339 bis342) und urkundete für die Aebtissin Grimma in rnouastsrio ckoinini st salvat.czui dieitur kriseiano (ülsmoris s ciooum. I,ueebssi V o, 295), sür den AbtOrlbsrtus von Montamiata fllgbslli It. eaera III, 617, vgl. die Urk. fürdasselbe Kloster vom 21. Febr. 962, in der kein Abt genannt wird), für B.Ermenald von Reggio (IlAstsIIi It. s. II, 269), großentheilS Wiederholung derUrk. Hugos und Lothars vom in. Ang. 942 und Ottos vom 2". Apr. 962:intsrvsntu as Petition« Xdslsidas impsratrieis dilsetsgus eoniuZis nostrsst Xldistsrti inoliti sornitis liegisnsis sivs lllntinsnsis Ldslis nostri.Ermenald ließ am 9. Ang. die Echtheit dieser Urk. in einer Gerichtssitzung be-stätigen in eivitats Imesnsi vor Otberto rnarebio st sornes palaeü und vorUbsrto episeopns st inissus domni impsratoris in Gegenwart Ottos (guiibi a prsssns sst), der Bischöfe Wido v. Modena, Grimald, der Grafen Gerard,Adelbert, Rodingcrins, Rodnlf, Bernard, Ladulus, Arnulf, Remprand, Sige-fred (Diuratori ^.ntiebita Dstensi I, 143). Hieher gehört auch eine ver-stümmelte Urk. für die Abtei S. Ponzano bei Lucca ohne Datum, Return ineivitats Imeea (8tumpk Xeta irnp. p. 305).

*) Oontin. Itsgin. 964: Nandern inissrations divina psstilsntia esssants,impsrator in I-iZuriain pervsnit, ibigus sntnrnnali tsmpors paos et ot!c>vaeans ss vsnationibus sxsreitavit. Bgl. über die Dauer der Seuche Köpkein Pertz Archiv IX, 110. Wie Otto, so zog sich 1026 auch Konrad II. proptsropaea losa et aeris tsmperisrn in montana zurück (IViponis V. Lbuonradie. 14).