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Kaiser Otto der Große
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302
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302 Friedrich von Lothringen. Abt Eginold von Gorze 933959.

falls behielt er sich aber nach wie vor die Oberleitung des Ganzen,wie auch Friedrichs Befugnisse sich wahrscheinlich nur auf das obereLothringen bezogen. In diesen Gebieten lagen seine Besitzungen, zudenen namentlich als nutzbare Pfründen die Klöster S. Mihiel ander Maas, St. Di6 und Moyenmoutier im Wasgau u. a. zählten.Als ein günstiger Umstand für die Befestigung der königlichen Machtin Lothringen mochte es auch erscheine», daß bereits am 20. Aprilder mit dem gestürzten Reginar so eng zusammenhängende BischofBaldrich von Lüttich starb: au seine Stelle wurde ein geborenerSachse, der gelehrte Bonner Probst Everachar oder Everaclus gesetzt?)

Am 18. oder 10. August starb auch der hochverdiente AbtEginold von Gorze, 2) einst Archidiakonus zu Toul, Hersteller seinesKlosters aus arger Zerrüttung und Verwahrlosung, ^) und erhielt anjenem Mönche Johannes, der einst die gefahrvolle Sendung nachCordova übernommen hatte, einen seiner würdigen Nachfolger. Seitdem I. 933, in welchem Eginold mit völliger Selbstverleugnungsein dornenvolles Amt antrat, hatte er stets mit Johannes, seinemGefährten, in so innigem Einvernehmen gewirkt, daß die Reform desKlosters durchaus als ihr gemeinsames Verdienst erschien. Hervor-gerufen durch ein Gelübde des Bischofs Adalbero von Metz, der alsJüngling auf einer Bußfahrt nach Gorze die Altäre der Kirche vonEselsmist und anderm Unrathe umgeben fand, H stieß die Herstellungdes Stiftes dennoch gerade bei ihm nachmals auf die größten Schwie-rigkeiten. Denn sie erforderte nicht bloß die volle Hingabe derMänner, welche, auf die genußreiche und prunkende Stellung vor-nehmer Weltgeistlichen verzichtend, es unternahmen, die Regel desh. Benedikt in ursprünglicher Strenge zu erneuern, sondern auch denGebrauch äußerer Mittel, d. h. liegender Gründe, zu hinlänglichemUnterhalte einer größeren Zahl von Brüdern. Da der alte, reicheBesitz der Stiftung des h. Chrodegang jedoch zum allergrößten Theile

0 ^nn. Uobisno., Uandienv., deoä. 959. Baldrich starb nach demXeerol. bsoäisvss am 2V. April ;88. Vit, 201 n. 5). Bgl. I''oleuini 6estvadbat. dobisna. e. 27: Ilalärieo äeesäents äomnua dvravruo ex Lonna

äseauu8 Ilrnnons eonesäents etlioitnr episeopub vir inj-enuarum artimnlitteratus; lioinsri Vita dvravli (88. XX, 502) e. 1: elaro 8axonumlüvractns aanßuins t'nit oriunäus; ipss apuä Loloniam r^Aripineimem altlittsrarum äispositua ruäimenta ste.

2) Xeerol. Vulä. ins!., min. 959 (Loedmer Vontss III, 157; DrnnkoVraäit. Vuiä. 177): dinolt abdas; Xeerol. ÜIer8el>nrA.: XV Xal. 8ept.Xinolt'ua addas; 8. llalli ;St Gatter Mittheil. IX. 50>: XII1I Kai. 8spt.0l>itu8 rlinoläi addatio, vgl. I.silnntii Xnn. imp III, 40.

^l lieber seine Anfänge s. Vita lodaunia dorr. e. 29: 8anetu8 pater etunienm in Iiia rsAionidua poatmoäum Inmen monaedorum äoumus Uinat-äns ipoo tempore Vullo in 8uinmo omnium bonorum exemplo vitamäueedat. Is in seivutia literarnm tam asenlarium quam äivmarum eatempS8tate inter 8no8 nntti seeunäu8 . . eunetarumqus opum atünentiaäilstatn8 ete., e. 4244 ss., e. 73: pruciena et oagax in utramvia >,artemc1omnu8 dinolän8. lieber Johannes vgl. oben S. 280 A. 2.

ülirae. 8. OorAonii e. 8, Vita loliannis dorr:. 39, beide nnabhängigvon einander. Vgl. über die Herstellung Adalberos llrk. vom 16. Dec. 933(Oalmet IIi8t. äs dnrrains I prsuv. 338).