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Kaiser Otto der Große
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180
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180 Friedensschluss zwischen Ludwig und Hugo 950.

In diesen Verhandlungen war man sich insoweit näher getreten, daßendlich eine persönliche Verständigung möglich schien. Ludwig und Hugo,beide mit zahlreichem Gefolge, kamen an der Marne zusammen. Wiezwei von einander unabhängige kriegführende Parteien lagerten sie zubeiden Seiten des Flusses, der gleichsam ihre gegenseitige Grenze dar-stellte, und beschickten sich zunächst durch Gesandte. Abermals tratKvnrad als Vermittler ein, ferner Herzog Hugo der Schwarze vonBurgund und die lothringischen Bischöfe Adalbero von Metz — demLudwig am 23. Merz zu Reims eine Schenkung für das KlösterleinSalonne an der Seille im Moselgau machte H — und Fulbert vonKamerik. Auf ihren Antrieb entschloß sich endlich der stolze Graf vonParis, selbst zum Könige zu kommen und ihm von neuem die Hul-digung zu leisten?) Unverkürzt in allem seinem übrigen Besitze gaber nur den bisher mit Zähigkeit verteidigten Thurm von Laon anLudwig heraus. Zugleich versöhnte er sich mit dem Grafen Arnulfvon Flandern, dem Grafen Ragenold (von Roussy) und dem ErzbischofArtold von Reims, die er als Anhänger des Königs bisher feindlichbekämpft hatte?) Eine zweite Zusammenkunft zu Compiegne ver-vollständigte später diese Abmachungen und führte sogleich zu einerbeiden Theilen genehmen Besetzung des Bisthums Nohon.

Otto, der durch seine Autorität zum Gelingen dieser segensreichenVerständigung wesentlich mitgewirkt hatte, hielt sich noch eine Zeitlang in den westlichen Gegenden auf. Zu Speier finden wir EndeFebruar den Herzog Konrad nebst seiner Gemahlin Liutgard am Hofe,wahrscheinlich um von seiner ersten vermittelnden Sendung an Hugound Ludwig Bericht zu erstatten?) Des Erfolges versichert giengOtto im Frühjahr nach Sachsen zurück?) Hier erhielt er die Nach-richt von dem Tode seines einstigen Gegners, des Bischofs Rodhardvon Straßburg, der am 15. April erfolgt war, und ließ ihm Udo,den Sohn eines gleichnamigen Grafen, Nachfolgen.

Im Sommer unternahm der König von hier ans einen Feldzuggegen einen Feind, der es schon lange gewagt hatte, seiner Macht zutrotzen, gegen den aufsässigen Böhmenherzog Boleslav. Seit vierzehn

0 Hist. äs ülsts III b, 67. Salonne liegt südlich von Chateau Salins.

2) Id.: HuAo acl rsZsm vsnit st suus et'tieitur; Riederi Ilistor. III e.97: 8nAo itagus ckux per mauus et saersmsutum re^is elüeitur.

^1 In einer Urk. Ludwigs vom 10. Nov. 949 kommt Ilu^o praseslsusrnaredio ülius Riokaräi Melis uostri und Graf Raginold unter den Ge-treuen des Königs vor, am 20. Aug. 950 Truulpdus Lomes et inarekiouodilissiiuus uosterque eonsauAuiusus olarissimus (Louqust Reousil IX,606. 607). Artold war königlicher Erzkanzler (von 948—960).

') Urk. vom 26. und 27. Februar sind Xemstsusi eivitats ausgestellt, jenefür Weißenburg psr prseatum oarissimae Illiae lüutMräis atcprs Uruutratris uostri, diese für St. Maximin iutsrvsutu kickeliuiu uostrorum Lru-uonis gsrmaui uostri, Ilsuriei etiam egus uostri r-srmaui st Olmouracki-lueis (Nou. Loiea XXXIa, 195; Beyer Mittelrh. Urkb. I, 253, 8t.184. 185).

Am 15. und 20. April urkundete Otto zu Quedlinburg, am 1. Mai zuWalbeck (südlich von Ascherslebeu) per interveutum Nuckolti uostri ckilseti üiii(8t. 186—188), wenn die letztere Urk. nicht etwa in das folgende Jahr gehört.