Stiftung der Bisthümer Schleswig, Ripen und Aarhus. 167
Aarhus, und es spricht die Wahrscheinlichkeit durchaus dafür, daßsie erst kurz zuvor, vielleicht gerade in Ingelheim selbst, wo auch ihrMetropolit Adaldag von Hamburg den Verhandlungen beiwohnte,Ring und Stab empfangen haben. Nicht ohne Beziehung hieraufhatte Agapit dem Hamburger Erzbischöfe bereits am 2. Januar seinekirchlichen Rechte über den gesamten Norden bestätigt, ?) die alten An-sprüche Kölns auf Bremen zurückgewiesen und die Bischöfe von Halber-stadt und Hildesheim zu seinem Beistände beauftragt. Die friedlichenBeziehungen, die seit der Demütigung des Dänenkönigs Gorm durchdie Waffen Heinrichs bestanden und unter seinem, Sohne Harald demBlauzahn sich fortgesetzt hatten, gestatteten diese kirchlichen Grün-dungen, die, von Otto lebhaft gefördert, den Samen des Christen-thums über die jütische Halbinsel und weit darüber hinaus aus-streuten. Von den neuen Bischofssitzen, die wesentlich wohl nur alsMittelpunkte der Mission aufzufassen sind, besaßen Schleswig, seitAlters ein bedeutender Handelsplatz, und Ripen schon Gotteshäuser,die etwa ein Jahrhundert zuvor der heil. Anskar geweiht hatte.Unter ihre Obhut wurden auch die einzelnen Kirchen jenseit des klei-nen und großen Beltes in Fünen, Seeland, Schonen und Schwedengestellt. 4)
Nicht bloß für die jütische Halbinsel, auch für die slavischeuLandschaften zwischen der unteren Elbe und der Oder wurde jetzt zur
*) Nur in den Akten (UsM. II, 24 n. b, 25, Non. tust. patr. Lkart.II, 40) werden alle 3 genannt, bei Flodoard fehlt Üegiuvsrtus ^.rüusunsnsis.Die Stiftung erwähnt Adam von Bremen (U. II e. 4, 88. VII, 307): t^äal-änAus) priinus orclinavit spiseopos in Daniain, Horit vsl Uarsäuin aäliliasviA, InalclnAuin aä Ripam, Rsgindranäuni aä llarusani. . Xunoaroliiepissopi faetuin est üoo 12., vgl. o. 23, wo es von Liafdag heißt:quem äieunt et nnraeutis seisvrsin transinarina prasäivasss, und dasOlironie. seelssias liipsnsis (l,anAsI>sIe 88. rer. Oanio. VII, 184). Haredsaß nach dein llüron. disvs lli'smsnss 24 I. i88. VII, 302) und starb 21.April 012, vgl. Xeerol. NsrssburA. p. 232, Xser. Lrsmsuss p. 201: Hs-rsäi spiseopi und Lappenberg bei Pertz Archiv IX, 395. 400. 411. Das 12. I.Adaldags entspricht dem I. 048.
ch Lappcnberg Hamburg. Urkb. I, 43 — 45: euin illis seiam, gui nunctuo tsinpors äivina protSASnts Aiatia aä Oüristi eonvsrsi sunt Morn,viäsl. spiseopi Oanoruin, Xorvsnornm, Lusonnm usvnon oinniuin ssptsn-trionaiiuin pnrviuin, weiterhin: Oeinesps nulium arelnspiseoporuin vsl
6o!onienssin vsl aliuin guemlibst in vestra äiosssi ullam sibi vsnäiearsäsesrninius potsstatsm und endlich Xpostolien itagus austoritats Ilernaräospisoopo Xlvsrsteäsnsis Düiäaräo Iliiäsnssensis seelssias st seteris eon-tsrminnlibns spissopis insuper iubsinus . . ut ts in ornnibus aäinvent.
°) Die Annahme eines riuges Ottos gegen den Äönig Harald, den Köpke(S. 71) früher in das I. 947' setzen wollte, hat Grund vollständig widerlegtin den Forsch, z. deutschen Gesch. XI. 501 ff. Vgl über die Lage der christ-lichen Äirche VLIänü. III o. 65: Oani nntiguitus srant sln-istiani, seänislnlonnnus iäolis ritu Asntili ssrvientss . . 8sä st dass virtutidnsinerito patris tui aässrivuntur, suius iuäustria in iilis rsZionidus esoissiassLesiäotnrncjue oräinss in tantum tnlssrs.
x.äam. (Issta Ilannnavui^. esel. pont. II s. 4. 23. lieber die Lageder Orte s. daselbst I-. IIII s. 1 (p. 368). Von Schleswig <jnas st Ilsiälba.äieitur heißt es dort: ex so portu uavss emittl soient in 8slavaniairi vslin Lueäiain vsl sä 8sinlant usgus in 6raeoiain.