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Schlacht an der Traun. Die Ungern in Italien.
sich der König in Sachsen aufgehalten zu haben, denn er ur-kundete am 24. Mai zu Balgstüdt (südwestlich von Merseburg) fürden Abt Hadamar von Fulda?) am 26. November zu Wallhausenfür Bischof Balderich von Utrecht, den Erzieher seines BrudersBruno?)
Aus Baiern gelangte die frohe Kunde an den Hof, daß dieUngern, von deren Räubereien wir seit dem I. 038 nichts vernehmen,von Herzog Berthold an der Traun unweit der alten NömerstadtWels am 12. August besiegt worden seien, und zwar so glänzendwie nie zuvor?) Für längere Zeit durch diese Niederlage gelähmt,giengen sie bald aus der Rolle der Angreiferin die der Angegriffenenüber und die bairisch-kärntnerischen Marken schienen gegen sie aufgeraume Zeit gesichert. Gleichzeitig etwa mit dem deutschen Gebietewurde auch Italien von ihnen bedroht, doch gelang es dem KönigeHugo, gegen Zahlung von 10,000 Scheffeln Münze sie zum frei-willigen Abzüge zu bewegen?) Er gab ihnen einen Wegweiser mit,der sie nach Spanien geleiten sollte, allein fast verschmachtet kehrten sievorher wieder um. Ein andrer Schwarm jedoch gelangte bis nachRom, kämpfte vor dem Thore S. Giovanni mit den Römern undwurde bei Rieti von dem Langobarden Joseph, dem Herzoge derSabina, so gründlich geschlagen, daß sie fortan diese Gegenden mieden.
Wahrscheinlich brachte Otto den Winter 943—944 in den sächsischenGegenden zu, da wir ihm bereits am 12. Februar zu Botfeld amHarz, einem beliebten Jagdbezirke, am 1. Merz zu Kissenbrück (zwischenWolfenbüttel und Goslar) begegnen, wo er dem „geliebten" Mark-
0 8t. wo, Oronlce Ooä. Vu>4. p. 310: Iluclumsro ubduti.
2) 8t. IN, 4otu impsrü ineditn 207 (vielleicht zu 042 gehörig).
0 Lontin. liestin. 044: Ilusturii u (Uniovurüs et) duruntruüs (iu loeoVieles) tuntn eueils muetuntur, ut nunguum u uostrutidus unten tsliterinllrmurentur. (Die eingeklammcrteu Worte sind ein späterer österreichischerZusatz, s. Waitz in den Nachr. der Göttinger Gesellsch 1871 S. 370); 1Vi4n-llinä. ll e. 34 ohne Zeitbestimmung; Lun. 8unstuil. i»ui. 043: Omnis 4tzu-rouorum sxereitus u Huiouruis oeoisus sst; 8t. limmerummi 045: Oeeisiopuguuorum ricl VVsiss; liutispou. 043 (88. XVII, 583): Intert'eetio IIn-
sturiorum u.4 ^Vetus; llerimunn. 4ust. 043 (88. V, 114): Ilnsturi! itemLuiourios invuclentes pustnn eum eis commissn vioti tvrstu vsrtvruiit; 41-tud. 943: I^ruelium' eum Vnstsrüs in VVelss et oveisi sunt n Durvuris;4uetnr. Osrstsnss, 4nn. 8. liudberti 8ulisburst. 042 (88. IX, 566. 771):Vusturi oeeisi sunt in llniouriu in Vruonstmve sub l^erbtotclo 4uee (woraufdie Schlacht noch einmal aus dem Oont. liest-, z. I. 044 wiederholt wird);Xeerot. kd-ising. «Quellen zur bayer. Gesch. VII, 455. 480): II. 14. 4ust.Itsruin bellum Ilniouriorum u4 4'runum eum Ilnsturüs, ubi Ilnsturü uLuiourüs oeeisi suut tempore liei-ubtolüi 4ueis. Hiernach steht der Schlacht-ort fest, denn Wels lag im Traungau, und der Tag (den man früher nurungenau aus Aventin kannte); das Lahr bleibt unsicher, doch bin ich geneigt, mitWaitz (88. III, 417 u. 5l> 043 vorzuzichen.
>) Inudprundi 4nt. V e. 10: II oe in tempore rsx Ilustv dutis äseemuummorum moäiis pueem eum llunsturüs Isoit, guos ab Ituliu ueeeptisobsidibus sxpulit, gehört dem Zusammenhänge nach in diese Zeit. Ngl. Im-pus krolosput. 010: intruverunt Hunsturi in I tu Hum M6USS 4pr>I!s, Ilsne-4ieti ebron. e. 30, von Giesebrecht Otaiserzeit I, 820) hieher gesetzt.