Ottos Gemahlin Edgitha.
11
der, Eindruck.-des vollJchaffenden Mannes habe den jugendlichen Sohnin den Aagm der Zeitgenossen, unwillkürlich in den Schatten gestellt,oder, ob,, er nicht vor. der Zeit in die Dinge eingreifen sollte, sei esaus Rücksicht auf-seinen sich entwickelnden Charakter oder die eigeneHerrschermacht, und ihnen darum fern gehalten worden sei. Gleich-wohl hatte Heinrich .ihn zu seinem Nachfolger bestimmt, und daßer ., es that, . wurde - ihm als Zeichen hoher politischer Weisheitnachgerühmt. Aber das^ setzte Prüfung voraus, als den vor-züglichsten, den Berufenen hatte er ihn erkannt und eine solche Ueber-zeugung ließ sich nicht durch ein unthätiges Leben in erzwungenerZurückgezogenheit gewinnen, wenn sie bei einem jugendfrischen Fürstenschon jener Zeit überhaupt möglich gewesen wäre. Man wird sichbescheiden müssen, im Einzelnen nicht zu wissen» welche Gestalt dieseVerhältnisse gehabt haben. Als Heinrich die Augen schloß, war Otto23 Jahr 7 Monat und 10 Tage alt.
Ottos, großartigste Charakteristik sind seine Thaten; ihnen ge-hören die folgenden Blätter. Der Versuch, in wenigen Worten zu-sammenzufassen, was und wie er gewesen, findet daher nicht am Ein-gänge, sondern am Schluß derselben seine rechte Stelle.
Der älteren Königin trat jetzt die Schwiegertochter mit gleichemRechte zur Seite. Aus einem uralten und erlauchten Herrscherstamme,der Märtyrer und Heilige zu seinen Ahnen zählte, war Edgitha ent-sprossen. Durch ihre Mutter vom Blute König Oswalds von Ber-nicia, der vor dreihundert Jahren im Kampfe gegen die heidnischenMercier gefallen war, Tochter des im Jahre 924 gestorbenen KönigsEdward, Schwester der drei nach. einander regierenden KönigeAethelstan, .Edmund und Edwards) . Auf Werbung Heinrichs hatteder älteste Bruder sie an den deutschen Königshof gesandt. Mindestensim gleichen Alter mit Otto, also im 17. Lebensjahre, muß sie da-mals gewesen sein, vielleicht etwas älter als er., was für ihr Ver-hältnis zu ihm nicht gleichgiltig sein konnte. Denn auffällig ist es,daß während die. Werbung nur ihr galt, sogleich auch ihre jüngereSchwester Ekgiva mitgesandh würde, wie Hrotsuith wörtlich bemerkt,zur. Auswahl. 2 ) Ein Beweis, wie eifrig die Angelsachsen nicht alleindie Gelegenheit einer Verbindung mit den Stammverwandten desFestlandes ergriffen, sondern auch wie rasch man bei der Hand war,die an Töchtern reiche heimische Familie zu entlasten. Schon darumist es wahrscheinlich,, daß beide, oder mindestens die ältere, die Grenze
9 .Lrowwtd. Keota. 85,. 94 p. 32l: dorrnsa 8anotornrn gnarn pro-änosdnt: LvoruiP dano brno natura traännt Us stirps bsatchi Osvaläi rs^is,tanäom euins eanit ordis^ 88 quin sudäiäsrat niorti pro noinino Odristi.Aehnlich über ihre Abstammung IViäuü. II. 4t, der sie indeß I, 37 irrthümlichfür eine Tochter Edmunds erklärt, ebenso wie Inmlprunä. IV, 16 für eine NichteActhelstans, da sie die Schwester beider war. Eingehend Dtlioln-orä. ap. aäNalltb. p. 459, aus ihm zvittmlmi K88t. I'SA. Xnxl. II, 112 ebend. (88. X,459). Lappenberg I, 156, 377 II. Tafel 0, Waitz S. 136.
-) Urotsnitb. 117 p. 324: Ilt sibi gnaw vellst sponsern lioito 8vei-aret, die zugleich bemerkt, Adiva sei astatis minoris gewesen. Ltüol^vorä. p.460: nt guao ab ois plaenissot sibi in inatrirnoninin stsZiLsot.