Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
Seite
312
Einzelbild herunterladen
 

3t2

Bleibt also,," sprach Heinrich.

Aber Ihr?"

Bei Gott! wenn. Ihr bleibt, habe ich keinenGrund zu gehen. Ich wollte nur von hier fort, umEuch zu folgen, . . . aus Ergebenheit, um meinenBruder, den ich liebe, nicht zu verlassen."

Es ist also aus »nt allen unfern Plänen," sprachAlengon,Ihr laßt Euch ohne Widerstreben von demersten Zuge des Mißgeschicks Hinreißen?"

Ich?" versetzte Heinrich,ich betrachte es nichtals ein Mißgeschick, hier zu bleiben. Bei meinem sorg-losen Charakter befinde ich mich überall wohl."

Gut, es ftp," sagte Alengon,sprechen wir nichtmehr davon. Laßt es mich nur wissen, wenn Ihr irgendeinen neuen Entschluß faßt."

Ventre-saint-gris! ich werde nicht verfehlen,dieß zu thun," crwiederte Heinrich.Ist es nicht ab-gemacht, daß wir keine Geheimnisse unter uns haben?"

Alengon wollte das Gespräch nicht weiter fortsctzen.Er entfernte sich ganz Nachdenken»! denn einen Augen-blick batte er denVorhaug des Ankleidezimmers zitternzu sehen geglaubt.

Kaum war Alenyon weggegangen, als wirklich.dieserVorhang aufgehoben wurde und Margarethe wieder erschien.

Was denkt Ihr von diesem Besuche?" fragte Heinrich.

Daß etwas Neues, Wichtiges vergeht."

Und was glaubt Ihr, daß dies fern mag?''

Ich weiß ep noch nicht; aber ich werde es erfahren."

Mittlerweile? .. e"

Mittlerweile verfehlt nicht, morgen Abend zu mirzu kommen."

Ich werde nicht ermangeln Madame," sprach Heinrichauf eine artige Weise feinet Gemahlin die Hand küssend.

Und Margarethe kehrte mit derselben Vvrncht, mitder sie ihre Wohnung verlassen solle, wieder in dieselbezurück.