232
sab, glaubte ich, der Himmel selbst hätte ihn mir ge-schickt. Eure Majestät weiß das klebrige; ich habe aufdiesen Mensche» eingekanen wie ein Mörder, und aufseine Leute geschaffen wie auf Banditen."
Karl antwortete nichts.. Seine Freundschaft fürHeinrich ließ ihn siele Dinge aus einem andern Ge-sichtspunkte betrachten, a!s er sie früher betrachtet hattemnd dies mehr als einmal mit Schrecken.
Die Königin Mutter hatte, in Beziehung auf dieBartholomäusnacht in ihrem Gedächtnisse Worte einre-giftrirt, die ans dem Munde ihrcS-Sohucs hcrvorge-gangen waren und Gewissensbissen glichen.
„Aber was tliatet Ihr zu einer solchen Stunde beidem König von Navarra?" svrach die Königin Mutter.
„Ah!" 'erwiedcrte' von Mouy, „,da müßte ich eineganze Geschichte erzählen. Doch wenn Euere Majestätdie Gkdnld hat, sie zu hören, . . . ."
„Ja," sprach Karl, ,,sprecht, ich will cs haben."
' „Ich gehorche, Sire," erwiederte von Mouy sichverbeugend.
Catharina setzte sich, einen unruhigen Blick ans denjungen Parteiführer heftend.
„Wir hören," sagte Karl. „Herein, Actäon!"
Der Hund nahm den Platz wieder ein, den er Vorder Einführung des Gefangenen inne hatte.
„Sire," sprach von Mouy, „ich kam zu SeinerMajestät dem König von Navarra als Abgeordneterunserer Brüder, Eurer getreuen Unterthanen von .derReligion."
'Catharina machte Karl I X. -ein Zeichen.
„Send ruhig, meine Mutter," sagte dieser, „ichverliere kein Wort. Fahrt fort, Herr Von Mouy,fahrt fort."
„Um den König von Navarra in Keuntniß zu setzen,"fuhr Herr von Mouy fort, „daß er durch sein Rbschwörendas Vertrauen der hugenottischen Partei verloren hätte,daß jedoch in Erinnerung an seinen Vater, Anton von