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„Ihr glaubt also beharrlich /> sagte Catharina,„daß er vor einem Jahre sterben wird?"
„So gewiß als wir hier drei lebende Personen sind,welche ebenfalls eines Tages im Sarge ruhen werden."
„Ihr sagtet jedoch, daö Blut wäre rein und frucht-bar? Ihr sagtet, es verhieße ein langes Leben?"
„Ja, wenn die. Dinge ihren gewöhnlichen Lauf ver-folgen würden. Aber ist es nicht'möglich, daß ein Un-fall . . . ."
„Ah! ja, Ihr versteht, ei» Unfall," sprach Catha-rina zu Heinrich.
„Ach," versetzte dieser, „ein Grund mehr, um zubleiben."
„Oh, was das betrifft, daran denkt nicht, das istunmöglich."
Der junge Mann wandte sich sodann gegen Rensund sagte zu diesem mit verändertem Stimmtone:
„Ich danke, nimm diese Börse."
„Kommt, Graf," sprach Catharina, ihren Sohnabsichtlich mit einem Titel nennend, der Rens in seinenVermuthungen irre leiten sollte.
Und sie entfernten sich.
„Oh, meine Mutter, Ihr seht," sprach Heinrich,„ein Unfall! .... Und wenn dieser Unfall Antritt,bin ich nicht hier, bin ich vierhundert Meilen von Euchentfernt."
„Vierhundert Meilen macht man in acht Tagen,mein Sohn."
„Ja, aber wer weiß, ob diese Leute mich zurück-kehren taffen! Warum kann ich nicht warten, meineMutter!"
„Wer weiß!" sprach Catharina, „ist der Unfall, vondem Rens spricht, nicht derjenige, welcher seit gestern denKönig an ein Schmerzenslager fesselt? K,hrt auf EurerSeite zurück, mein Kind; ich will durch die kleinePforte des Klosters der Augustinerinuen gehen; meinKönigin Margot. U. IS