Druckschrift 
5/8 (1845)
Entstehung
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Lächeln, streckte vorsichtig seinen Kopf in den Korridornnd schlüpfte, nachdem er sich versichert hatte, daß Nie-mand hier lanfchte, rasch hinaus nnd verschwand ans dergeheimen Treppe, welche zu Margarethe führte.

Die Königin von Navarra war nicht ruhiger als ihrGemahl. Die gegen sie nnd die Herzogin von Revers inder vergangenen Nacht von dem König, dem Herzog vonAnjou, dem Herzog von Gnilc nnd Heinrich, den sie wohl er-kannt hatte, gerichtete Erpcdition setzte sie sehr in Bewegung.Allerdings lag kein Beweis vor, der sic rvmpromittircn konnte,denn der von Coeounas nnd La Mole vom Gitter loSgcbun-dcne Portier war seiner Versicherung nach stumm geblieben.Aber vier Herren von der Art derjenigen, welchen zweieinfache Edcllcnte wie Coeonnas nnd La Mole Trotz ge-boten hatten, waren nicht zufällig und ohne zu wissen,warum sie sich belästigten, von ihrem Wege abgcgangcn.Margaretbe war bei Tagesanbruch znrüetgckchrt. nachdemsie den Nest der Nacht bei der Herzogin von Revers zn-gcbracl't hatte. Sie legte sich sogleich nieder, konnte abernicht schlafen, und bebte bei dem geringsten Geräusche.

Mitten unter ihren Befürchtungen hörte sic an diegeheime Thüre klopfen, und, nachdem sie den Besuch durchGittonne hatte rceognoSciren lassen, gab sie Befehl, ihm zuöffnen.

Heinrich blieb vor der Thüre stehen: nichts an ihmdeutete den verletzten Gatten an; sein gewöhnliches Lächelnumschwebte seine feinen Lippen, und keine Muskel seinesGesichtes verrieth die furchtbaren Gemüths-Bcwegnngen,die er so eben durchlebt hatte.

Er schien Margarethe zu befragen, ob sie ihm untervier Angen mit ihr zu bleiben gestattete. Margarathebegriff den Blick ihres Gemahls , und befahl Gillonncdurch ein Zeichen, sich zu entfernen.

Madame" sagte nun Heinrich,ich weiß, wie sehrIhr an Eueren Freunden hängt, und es thut mir unge-mein leid, Euch eine unangenehme Nachricht Überbringer!zu müssend