Stotzheim.
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Johann Strerath aus Neuß, bis dahin Vicar in Doveren,Dekanat Erkelenz, wird am 24. Juli 1865 als Pfarrer von Stotzheim ein-geführt. Er besaß besondere Lehrgabe und hielt deshalb in seiner Woh-nung eine höhere Privatschnle. Als er am 12. September 1867 an derAuszehrung gestorben war, folgte ihm
Johann Heinrich Xaver Keuten aus Neuß, bis dahin Kaplanzur h. Maria in Lyskirchen in Köln, am 5. November 1867 zumPfarrer in Stotzheim ernannt. Er feierte ain 3. September 1880 unterherzlichen Theilnahmebezeugungen der Pfarrgemeinde sein 25 fahrigesPriester-Jubiläum. Zum Andenken verehrte ihm letztere für die Kircheeinen silbervergoldeten Meßkelch mit entsprechender Inschrift.
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Gemäß Notizen aus dem Jahre 1682 bestand damals das Ein-kommen des Küsters in dem von der Gemeinde gelieferten Opferbrod.Außerdem hatte er die Nutzung von Ist? (großen) Morgen Land, welchedie Nachbaren ihm unentgeltlich bauten.
Anfangs dieses Jahrhunderts noch hatte der Küster eine Dienst-wohnung, die jetzt längst zerfallen ist. lieber ihre Entstehung heißt esin einem Actenstück von 1744: „Vor 6—7 Jahren hatte der ehemaligeVillenhalfen Engelbert Engels das alte Haus einer verstorbenen Wittwe,welches ihm von derselben für 30—40jährige Unterhaltung zum Eigen-thum hinterlasseu worden war, der Kapelle geschenkt. Nun wollte JohannSchebcn, jetziger Villenhalfen, ein neues Haus aufbauen; aber er wurdedurch Hermann Schmitz im Bau gehindert, weil dieser glaubte, man seiseinem Eigenthum zu nähe gekommen. Daher gegenseitige Klage beimVogte zu Bergheim, durch welchen ein Vergleich vermittelt wurde."
Jetzt bezieht der Küster außer seinen Nebengebühreu den Pacht-ertrag von zwei Stücken Land, wovon das eine 35 Are 49 Quadrat-Meter,das andere 38 Are 55 Quadrat-Meter groß ist. Das Einkommen wird,wenn uöthig, gemäß Beschluß des Kirchenvorstandes bis zu 51 Thalerjährlich aus der Kirchenkasse ergänzt.
Küster seit den vierziger Jahren: Johann Stein und seit 1854 bisjetzt Matthäus Klein.
Schul c.
In früherer Zeit ertheilte der Küster zugleich den Schulunterricht.Dieser wurde jedoch von der Jugend gewöhnlich nur im Winter besucht.Erst die strengem Vorschriften unter preußischer Herrschaft schafftendarin Wandel.