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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl
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Rodenkirchen.

Anfangs dieses Jahrhunderts wurden an dem Orte, wo es gestanden,Pfeiler und Bausteine ansgegraben, die andeuteten, daß es ein bedeuten-des Bauwerk gewesen sein muß. Die wohlhabenden Familien der Stadtund der Umgegend feierten dort ehemals ihre Hochzeitsfeste; gemäß derkölnischen Chronik auch Kaiser Ludwig der Baier (1324) mit Margaretha,Tochter des Grafen Wilhelm von Holland. Das Fest dauerte achtTage und sein Glanz wurde durch 2000 Personen der Begleitung desKaisers und seiner Braut erhöht. Erzbischof Heinrich von Virneburgwar auch dazu eingeladen; aber er erschien nicht, weil Ludwig damalsexcommunicirt war. 1441 ließ der Senat von Köln ein eigenes Hausfür die Hochzeitsfeierlichkeiten bauen, das „Brülofshaus", später Quater-markt genannt, gegenüber dem Tanzsaal Gürzenich. Von da an hörtendie Hochzeitsfeierlichkeiten am todten Juden auf.

1334 feierte der Adel der Stadt und des kölnischen Landes eingroßes Turnier daselbst. Anfangs sollte dasselbe auf dem Altenmarktstattfinden i). Aber die auswärtigen Adeligen, welche aus Erfahrungwußten, daß dergleichen Kampfspiele leicht in Ernst übergingen, und dieParteinahme der Kölner für ihre Ritter befürchteten, machten ihr Er-scheinen von der Bestimmung eines außerhalb der Stadt gelegenenPlatzes abhängig und wurde daher „am todten Juden" bestimmt.

Bayenthal.

Im Jahre 1830 standen hier nur drei kleine Häuser nebst einemKalkofeu; 1835 wurde die Holzschneidemühle von Boisseree angelegt,bald danach eine zweite, und Ende der vierziger Jahre eine Maschinen-fabrik, welche Mitte der fünfziger Jahre zu einer Actiengesellschaft,„Kölnische Maschinenbau-Aciiengesellschaft" umgewandelt wurde. Durchdiese Industrie, welcher sich im Laufe der Jahre noch einige Fabrikenanschlossen, war die Einwohnerzahl bis zum Jahre 1860 schon aus 1000angewachsen. Jetzt zählt der Fabrikort 201 Wohnhäuser mit einer Be-völkerung von 2432 Seelen.

Schon 1860 hatte sich das Bedürfniß einer Kirche und Schuleherausgestellt. Am 7. April 1862 vereinigten sich die Herren N. Hub.Goldstein, Generaldirector der Kölnischen Maschineubau-Actiengesellschaft,Hermann Lenders, Kassirer derselben, Sulpiz Boisseree, MichaelRonply, Beide Inhaber einer Holzhandlung, zu einer Civilgesellschaftund erklärten vor Notar Cardauus in Köln, sie hätten ein Grundstückvon 84 Quadrat-Ruthen von der Kölnischen Maschinenbau-Actien-

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