Druckschrift 
Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl
Entstehung
Seite
435
Einzelbild herunterladen
 

Kriel.

435

Leopold Joseph Jungbluth, geboren zu Aachen den 19. Juni1842, Priester 28. März 1868, von 25. April 1868 bis 10. October 1870,alsdann Vicar zu Rath, Dekanat Natingen.

Peter Joseph Wißkirchen, geboren zu Müggenhausen, PfarreNeukirchen a. Swift den 20. Februar 1844, Priester 24. August 1870,seit 14. November 1870 Vicar in Kriel.

Küsterei.

In einem Verzeichnisse aus dem Anfang des vorigen Jahrhundertsheißt es bezüglich des Einkommens des Küsters: Erstlich bekommt er imKrieler Hof 2 Rthlr., im Decksteinerhof 5 Gld. 8 Alb., 3 Brod, 1 FaßKorn, im Stüttgerhof 2 Rthlr., 3 Brod, 1 Faß Korn, im Platzhof 2Gld. 16 Alb., 1 Faß Korn, im Caecilienhof 4 Gld. und 1 Faß Korn, imAntoniterhof 5 Gld. 8 Alb., 1 Faß Korn. Eine Dienstwohnung hatder Küster nicht. 1829 den 6. November genehmigte GeneralvicarHüsgen auf Antrag des Kirchenvorstandcs, daß das zur Frühmessegestiftete Capital von 250 Rthlr. zum Bau einer Küsterwohnung ver-wendet werde, unter der Bedingung, daß die Gemeinde das Capital mit5"/o verzinse und für den Bau einer Küsterwohnung sorge. Es kamjedoch nicht zum Bau. 1836 wohnte Küster und Lehrer Schiefer zeit-weilig in dem durch die Neuerrichtung der Pastorat frei gewordenen altenPfarrhause. 1875 wurde die Miethsentschädigung für den Küster von24 auf 40 Thlr. erhöht. An Gehalt bezieht derselbe 195 Mark, alsOrganist 54 Mark.

Schule n.

In Kriel war 1827 wegen zu geringer Anzahl von schulpflichtigenKindern noch keine Schule eingerichtet Z. Diese Kinder waren zum Theilder Schule in Effern und zum Theil der in Müngersdorf überwiesen.Zur Winterzeit wurden diejenigen Kinder, welche wegen Entfernung dieSchulen besagter Orte nicht besuchten, unter Aufsicht des Pfarres vondem Küster Gottfried Spitz unterrichtet, bald nachher von Lehrer Walden-berg, der zu Lind im Wirthshause wohnte, wo auch das Schulzimmersich befand fl; 1836 wohnte Küster und Lehrer Schiefer in der ehemaligenPastorat, jetzigen Vicarie. Als Schullocal wurde ein Saal danebengebaut. Die Zahl der Schüler betrug 1830 nur 22. 1865 erbaute dieGemeinde ein neues Schulhaus; die Schule hatte zwei Parallelklassenfür Knaben und Mädchen. 1866 erhielt Sülz eine eigene Schule,

fl Bericht des Dechanten und Schulpflegers Steinbüchel. — fl Bericht des Pfarrers Mockel.