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fonds bezahlt. Zu diesem Baufonds für eine neue Pfarrkirche hatte imJahre 1880 die Frau Wittwe Schmitz, geborene Sophia Ploog, 12 000Mark zur Förderung des Kirchenbaues und zum Andenken an ihre aufStuttgerhof verstorbenen Eltern geschenkt. Im Jahre 1883 übertrug derKirchenvorstand dem Architekten Lange in Köln die Anfertigung einesPlanes für eine neue Kirche, welcher nach feiner Ausführung die Geneh-migung der Kirchenvertretungs-Organe wie der Aufsichtsbehörde fand.Der dem Plane beigefügte Kostenanschlag belief sich auf 115109 Mark.Für den Neubau einer Pastorat waren 13 500 Mark, für den einerVicarie 10 000 Mark in Ansatz gebracht. Nachdem eine Anleihe von90000 Mark vom Kirchenvorstand beschlossen worden und die Ge-meinde-Vertretung unter der Bedingung ihre Zustimmung ertheilt hatte,daß die Gemeinde nicht höher belastet werde, fehlten an der zur Aus-führung des ganzen Bauprojektes erforderlichen Summe noch 22 000Mark, deren vorherige Sicherung die Aufsichtsbehörde zur Bedingungstellte, ehe sie die Genehmigung zum Beginne des Baues geben wollte.In dieser Noth half die durch ihre Wohlthätigkeit rühmlichst bekannteFrau Wittwe Jansen, geborene Pfennings, zu Weißhaus, indem sie derPfarrgemeinde mittels notarieller Urkunde vom 21. November 1884 dieSumme von 22 000 Mark unter der Bedingung schenkte, daß die neueKirche nach dem Lange'schen Plane auf der angekauften Baustelle inLindenthal zugleich mit einem neuen Pastoral- und Vicarie-Haus erbautwerde. Jetzt konnte der Bau beginnen. Da Baumeister Lange unter-dessen gestorben war, wurde die Bauleitung dem Architekten RobertMohr aus Köln, die Ausführung den Gebrüdern Odenthal übertragen.Am 3. November 1884 wurde das Mauerwerk begonnen. Die kirchlicheEinsegnung und die unter religiösen Feierlichkeiten übliche Legung desGrundsteines mußte unterbleiben, weil Erzbischof Paulus Melchers inder Verbannung weilte und für jeden die Handlung etwa voruehmendenPriester Anklage und Bestrafung wegen unberechtigter Vornahme bischöf-licher Amtshandlungen zu befürchten stand, wie eine mit dem Kirchenbauunzufriedene Partei hatte verlauten lassen.
Die am 14. und 15. September 1884 vorgenommenen Ergänzungs-wahlen für Kirchen - Vorstand und Gemeinde-Vertretung wurden aufGrund eingegangencr Proteste für ungültig erklärt, ebenso die hieraufam 5. und 6. Februar 1885 erneuerte Wahl. Auf Grund des Z. 46des Gesetzes über die kirchliche Vermögens-Verwaltung führte die könig-liche Regierung eine commissarische Besorgung der kirchlichen Vermögens-Angelegenheiten ein und betraute mit derselben den Bürgermeister. ImLaufe des Jahres 1886 übertrug dieser die technische Leitung des Kirchen-baues dem Communal-Baumeister Wienecke.