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Hllrth.
reinigung derselben solle jährlich zwischen den Festen der Geburt undder Enthauptung des h. Johannes geschehen *).
Während der Kriegsereignisse im 16. und 17. Jahrhunderthatte Hürth manchmal schwer zu leiden. Im September 1568 hattensich die Kriegsvölker des Prinzen von Oranien zu Breisig oberhalbBonn versammelt und suchten namentlich spanisches Gut zu erbeuten.Besonders waren die unter spanischer Souverainetät stehenden kleinenHerrschaften ihren Angriffen ausgesetzt. „Um diese Zeit," schreibt derKölner Weinsberg, „sind Reiter nach Hürth und Lommersum gekommenund haben viel Schaden gethan. Das Landvolk brachte sein Eigenthum,Hausgeräth und Vieh nach der Stadt" ^).
Nach der Einnahme Bonn's während des trnchsessischen Kriegeszogen 1584 die baierischen Truppen des Chorbischofs Friedrich und desHerrn von Schwarzenberg plündernd umher und viele Dörfer um Kölngingen in Flammen auf. Im Februar desselben Jahres steckten baierischeSoldaten das Burghaus zu Hürth sowie verschiedene benachbarteHäuser, Ställe und Scheunen in Brands. Im Mai 1586 wurdenLechenich, Hürth, Gleuel, Meschenich, Lind und viele andere Ort-schaften von 700 Mann Neußer Truppen heimgesucht. Das Vieh wurdeden Landleuten geraubt. Der zu Hürth-gelegene Hof des KölnerBürgers Dietrich Ploger ging in Flammen auf^).
Von November 1672 bis Januar 1673 hatten sich fast alle Be-wohner von Hürth mit ihrem Pastor nach Köln geflüchtet wegenfortwährender Durchzüge der Franzosen, sowie der Kaiserlichen, Spanier,Holländer und Lothringer, die Bonn, Lechenich und Kerpen belagerten.
Im Jahre 1665 waren Hürth und die ganze Umgegend von Kölnvon einer pestartigen Krankheit heimgesucht. Gemäß dem alten Tauf-buche der Pfarre starben von September 1665 bis anfangs Januar1666 siebenundvierzig Personen.
Kirchliche Verhältnisse.
Die Entstehung der Pfarre reicht in die karolingische Zeit zurück^).Die Lage der Kirche und ihre Verbindung mit den Bnrggebäuden zeigtdeutlich, daß dieselbe ursprünglich von den Burgherren errichtet wurde.Im lübor valoris aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts findet sich
0 Annalen des hist. Vereins, LVIII 180. — „Zosäula ?rotsstationi8 EinesHochedeln und Hochweisen Rathcs der Reichssreien Stadt Köln contra Freiherrn vonBourscheid und die preißliche churfllrstliche Jülich- und Belgische Regierung." Mscrpt. —0 Ennen, Geschichte der Stadt Köln, IV 843. — 0 Ennen, Geschichte der Stadt Köln,V 169. — 0 Ennen, i. o. V 180. — 0 Binterim u. Mooren, A. u. N. Erzd., I 17.