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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl
Entstehung
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9. Kteuek.

Das Kirchdorf Gleuel mit einem Burghause, 286 Wohnhäusern und1323 katholischen sowie 6 «katholischen Bewohnern liegt in einer Ent-fernung von acht Kilometern südwestlich vom Weyerthor der Stadt Kölnin einer fruchtbaren, nach zwei Seiten hin von den Höhen der Villeingeschlossenen Ebene. Der das Dorf durchfließende Bach mündetein alter Zeit in einen großen Weiher des danach benannten, im Jahre1474 niedergelegten Klosters vor dem Weyerthor bei Köln. Das Wasserversumpft jetzt im sogenannten Weyerkühlchen bei Köln. Gleuel mit denzur Pfarre gehörigen Nebenorten: Aldenrath, Weiler, mit 23 Wohn-häusern, 113 Katholiken, einem Akatholiken; Aldenratherburg mit 2Wohnhäusern, 17 Katholiken; Burbach, Dorf, mit 43 Wohnhäusern,218 Katholiken, einem Akatholiken; Horbell, Burghaus und zwei Höfe,mit 34 Katholiken, einem Akatholiken; Schallmauer mit 12 Katholiken,Sielsdorf, Weiler, mit 24 Wohnhäusern, 132 Katholiken, 7 Akatholiken;Ursfeld, Weiler, mit 11 Wohnhäusern, 53 Katholiken; Zieskoseu, zweiHöfe, mit 9 Katholiken bilden eine Specialgemeinde der BürgermeistereiHürth. Die nächste Post ist in Frechen. Die Bewohner der Pfarre be-schäftigen sich meistens mit Ackerschaft. In Sielsdorf bieten jedochmehrere Fabriken von Thon- und Wollwaaren, bei Gleuel eine Braun-kohlengrube manchen Arbeitern Gelegenheit zum Verdienst.

Gleuel, 898 Cloulo, 1260 Gluele, 1463 Gluwel st, begegnet unsals Kirchdorf bereits in einer Urkunde vom 4. Juni des Jahres 898.Damals schenkte König Zwentebold dem Stift Essen unter Anderm Be-sitzungen im Kölugau zu Gleuel, nämlich einen Salhofst mit zwölfandern Hufen und der Kirche; ebenso Güter in Selstena d. i. Selsdorf,jetzt Sielsdorf bei Gleuel st.

Diese Güter finden wir später im Besitze der kölnischen Domkirche.In einer Urkunde von 1193, worin die von der Domkirche geleisteten

y Lac., Urk., I 81, II 496, IV 325. — Salhof ist ein Haupthof, von welchemandere abhängig sind. — Lac., Urk., I 81.