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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl
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Frechen.

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rich II. von Köln kaufte 1314 den 12. Juni die Grafschaft Hülchrathmit Zubehörungen für 30 000 Mark. Am 3. Januar 1323 stellte DietrichLuf von Cleve eine feierliche Urkunde aus, worin er dem ErzbischofHülchrath und unter anderm auch die Gefälle zu Weiler und Frechennochmals verkaufte. Die Ueberweisung fand am 6. Januar 1323 Statt *).Von da an stand also das Amt Hülchrath und damit auch Frechen directunter dem Erzbischof.

1338 den 5. October verkaufen Ritter Johann Scheivart, Herr zudem Rode und Grete seine Gattin, ihre Lehnmannen und Ritter Hermannvon Vrechgenne, Gerhard Rost von Wilre und Arnold Choyntzen vanBachgem mit den Mannlehen hoch und niedrig zu Frechen dem Mark-grafen Wilhelm von Jülich ^).

Aus Vorerwähntem ergibt sich, wie schwankend die Ansprüche aufFrechen zwischen Kurköln und Jülich in spätern Zeiten sein mußten.Jülich blieb jedoch im Besitz. Nach dem Dorfe Frechen nannte sich ehe-mals ein adeliges Geschlecht, aus welchem Ritter Adam von Vrecheneals „unseres Gestifts Getreuer" in vielen Urkunden der Erzbischöfe Konradund Engelbert von 1251—1265 vorkommt

In und bei Frechen bestanden schon im 13. Jahrhundert mehrereadelige Besitzungen, Burgen oder befestigte Häuser. Eine derselben hateine besondere Berühmtheit in der Provincialgeschichte erlangt durch dieSchlacht zwischen Erzbischof Konrad von Köln und den Kölnern im Jahre1256 oder 1257. Der Erzbischof hatte sich mit seinem Heere bei Frechenaufgestellt. Die Kölner unter Dietrich von Valkenburg zogen dorthinund legten das Dorf Frechen, welches sie zuerst erreichten, in Asche; „sodaß weder Haus noch Scheune verschont blieb". Dann gelangte manzum Bache, auf dessen anderen Seite die Erzbischöflichen standen. Dader Bach angeschwollen war und die Kölner dem Feinde nicht beikommenkonnten, wurde jener abgeleitet. Nach einer ermunternden Rede des An-führers schritten die Kölner zum Angriffe. Lange kämpfte man mit ab-wechselndem Glücke. Schon waren die Kölner bis zum Graben zurück-gedrängt, als Dietrich von Valkenburg persönlich angriff und die Erz-bischöflichen theils niedergeinacht, theils gefangen genommen wurden. DenErzbischof rettete die Schnelligkeit seines Rosses vor Gefangenschaft. Vierkölnische Ritter, Matthias Overstolz, Daniel Jude, Peter von Leopardund Simon Roisgyn verfolgten ihn und sprengten ihm nach überdie Fallbrücke der Burg zu Frechen. Erst als diese hinter ihnen auf-gezogen worden, sahen sie zu spät den Fehler ihrer Hast ein. Sie wurdengefangen genommen und in den Keller der Frechener Burg eingekerkert ^).

tz Lac., III 192. - -) Lac., III 337. — 0 Lac., Urk., 11^ 370, 537, 850, 554.— Gottfried Hagen, Reim-Chronik. V. 952 ff. Ausg. v. Grootc.