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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl
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Bufchbcll.

von St. Aposteln in Köln zu der des Schiffes und die Gemeinde zu derdes Thurmes, der Abhänge sowie des Kirchhofszaunes H. 1679 be-schwerten sich Dekan und Capitel von St. Aposteln beim Land-Dechanten,daß Pastor und Gemeinde ihren Verpflichtungen nicht nachkämen; esscheine, sie wollten die Kirche zusammenfallen lassen, um das Capitelzum Neubau zu nöthigen; der Hochaltar könne nicht mehr benutzt, unddie Kanzel ohne Gefahr nicht mehr bestiegen werden. — Dechant Flockveranlaßte nun eine Besichtigung der Kirche durch Sachverständige, umfestzustelleu, was jeder der Verpflichteten zu repariren habe. Das Pro-tokoll hierüber läßt schließen auf Baustil und Beschaffenheit der altenKirche. Es sagt: 1. Am Chor muß die nördliche Mauer ganz neu auf-gebaut werden. 2. Die Mauern des Mittelschiffs sind noch gut, aber derBogen, welcher dasselbe mit dem Chor verbindet, bedarf einer vollstän-digen Erneuerung; ebenso auch 3. die Abhänge. 4. Der Thurm ist ge-borsten und muß bis zu einer bestimmten Höhe abgenommen werden.Dechant Flock erließ nun ein scharfes Mandat, Jeder müsse seinen Antheilinnerhalb zwei Monaten repariren lassen. Bezüglich der Renovirung desThurmes sagt er, daß die Gemeinde dazu verpflichtet sei, jedoch „mitgebürlichcm Ansuchen, Vergleich und Zuthun der gnädigen Herrschaft, weilangegeben worden, als sollte dieselbe vornehmlich zur Unterhaltung desThurmes gehalten sein". Trotz dieser Entscheidung entstanden wiederWeitläufigkeiten. Das Capitel von St. Aposteln warf den Zweifel auf,ob der schadhafte Bogen zwischen Chor und Schiff vom Pastor oder vonihm, dem Capitel, zu repariren sei. Auch protestirte es gegen den Ab-bruch der Abhänge. Unterdessen hatte der Pastor den ihn angewiesenenTheil der Reparaturen am Chor ausführen lassen. Er beklagte sich imJuni 1680 beim Dechanten, daß das Stift noch nichts gethan habe.Dieses machte dagegen die Einwendung, es müsse die Gemeinde zuerstden Thurm und die Dächer in gehörigen Stand setzen, weil sonst dasMittelschiff nicht gehörig reparirt werden könne. Im Jahre 1681 warnoch nichts Weiteres geschehen. Erst nach längern Unterhandlungen überdie strittigen Punkte wurden die Reparaturen zu Ende geführt. In denJahren 1741—42 kam der Neubau der jetzigen Kirche durch das StiftSt. Aposteln zu Staude. Gemäß dem noch vorhandenen Contract^)vom 10. November 1740 zwischen dem Capitel des erwähnten Stiftsund dem Meister Johann Kribben in Brühl verpflichtete sich Letzterer,das alte Kirchenschiff mit Fundamenten abzubrechen und statt dessen einneues von 45 Fuß Länge, 15 Fuß Breite und an den Langseiten bis

0 Nach Acten des St. Apostelstifts im städtischen Archiv zu Köln. — 0 Im Archivdes Stifts St. Aposteln.