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Versuch, den Begriff der negativen Größen
Abstande Kalte verursacht habe. In der freien Luft über der Erd-oberfläche scheint eben sowohl diese Entgegensetzung, vornehmlichbei den schnellen Veränderungen zu herrschen. Herr Jacobi führtirgendwo in dem Hamburg. Magazin an, daß bei der strengenKälte, die oftmals weit gestreckte Länder angreift, doch gemeiniglichin einem langen Striche ansehnliche Plätze zwischen inne liegen, wocs tempcrirt und gelinde ist. Eben so fand Herr Aepinus beider Röhre, deren ich gedachte, daß von dem positiven Pol des einenbis zum negativen des anderen in gewissen Weiten die positiv- undnegativ-elektrischen Stellen abwcchselten. Es scheint, cs könne inirgend einer Region der Lust die Erwärmung nicht anhebcn, ohnein einer anderen gleichsam die Wirkung eines negativen Pols d. i.Kälte eben dadurch zu veranlassen, und auf diesem Fuß wird um-gekehrt die an einem Orte behende zunehmende Kälte die Warme ineiner anderen Gegend zu vermehren dienen, gleichwie, wenn ein aneinem Ende erhitzter metallener Stab plötzlich im Wasser abgckühltwird, die Wärme des anderen Endes zunimmt*). Demnach hört
*) Die Versuche, um sich der entgegengesetzte» Pole der Wärme gewiß zumache», würden, wie mich dünkt, leicht anzustellen sein. Zn einer blecherne»horizontalen Röhre von der Lange eines Fußes, welche an beiden Enden einpaar Zoll senkrecht in die Höhe gebogen wäre, wenn sie mit Weingeist angc-süllt und auf der einen Seite derselben angcstcckt würde, indem in demanderen Ende das Thermometer stände, würde sich meinem Vermuthen nachdiese negative Entgegensetzung bald zeigen; wie man denn, um durch einseitigeErkältung die Wirkung auf der anderen Seite wahrzuuehmcn, sich des Salz-waffers bedienen könnte, in welches auf der einen Seite gestoßenes Eisgeworfen werden könnte. Bei dieser Gelegenheit will ich nur noch bemerken,von welcher Beobachtung, die ich wünsche angestellt zu sehen, aller Wahr-scheinlichkeit nach die Erklärung der künstlichen Kälte und Wärme bei denAuflösungen gewisser vermengten Materien viel Licht bekommen würde. Ichüberrede mich nämlich, daß der Unterschied dieser Erscheinungen vornehmlichdarauf beruhen werde, ob die vermengten Flüssigkeiten nach der völligenVereinbarung mehr oder weniger Volumen cinnehmcn, als ihr Raumcsinhaltzusammengcnommcn vor der Vermischung austrug. Im crstercn Falle be-haupte ich, werden sie Warme, im zweiten Kälte am Thermometer zeigen.Denn in dem Falle, da sie nach der Vermengung ein dichteres Mediumgeben, ist nicht allein mehr attractivischc Materie, welche das Element desbenachbarten Feuers in sich zieht, als vorher in einem gleichen Raum, sonderncs ist auch zu vermuthen, daß das Anzichungsvcrmögcn größer werde, alsnach Proportion der zunehmenden Dichtigkeit, indessen daß vielleicht die Aus-