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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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45. Vertrag zwischen Univ. u. Stadt 1545.

6. souil gemainer vnserVniuersitet wein belangt, sollensie denselbigen von vnser Yniuersitet aigen gtitern vncl giilten genTüwingen fallend daselbs wie vnser burger bym zapfen zuuer-scliencken oder sonst zuuerkaufen macht vnd gwalt haben.

7. so mag ain ieder Vniuersitet verwandter ain aigne Be-hausung vnd ain ieder professor, so von vnser vniuersitet be-soldet ist, zusampt solcher behausung auch ain scheuren haben.

8. soll nit allain erstgedachten professoribus , sonder auchallen andern vnsern Vniuersitet verwandten vergindt sein innvnd ausserhalb der Statt vff aigin grund vnd boden ain n u w escheuren von grund aus zubauwen.

9. so mag zusampt obgedachten haws vnd scheuren auchain ieder professor, so gehörtermassen besoldet ist, 300 guldinvnd sonst ein anderer Vniuersitet verwandter 200 guldin werdtfeld giiter, als nämlich an äcker wisen wein vnd bomgartenin Tüwinger zwingen vnd bennen haben, vnd welher auf disentag nit souil besesse zu denen so er also hat, bis vif angeregtesom vnd doch nit weiter kauften, welher aber vff disen tag vber an-geregte somma guter bette, dieselbigen mag er behalten.

10. was ain ieder vnser Vniuersitet verwandter in erbsoder heurats weis in Tüwinger zwingen vnd bennen vber-kommen, das sollen sie zubehalten fug haben.

11. megen gemeiner vnser Vniuersitet burspr o cur atorvnd sin dicus, ain ieder ain aigin behausung auch darzu für300 guldin werdt feldgüter besitzen vnd wo sie die nit vorhinhetten souil gelts werdt in Tüwinger zwingen vnd bennen er-kaufen vnd wo sie souil oder mer vorhin hetten, dieselbigen irergelegenhait nach woll behalten.

12. so sol ainem ieden vnser Vniuersitet verwandten so ainaigin hausprauch vnd rouch hat, vergindt sein zwo kuewenv n d s o u i 1 g a i s s e n vff deren von Tüwingen gemeine w a i dtreiben zulassen vnd sie von der Vniuersitet mit belonung derhürten vnd andrem die waid betreffend wie vnser burger da-selbst gehalten werden.

13. sollend die von Tüwingen mit gemeiner vnser Vniuer-sitet verwandten witwen vnd minderierigen Kinder Pfleg-schaften gar nichts zuthun haben, sonder disfals inhalt ge-meiner vnser Vniuersitet Statuten gehalten werden.