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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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24. Anbringen der Universität 1510.

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sehen obengemelter vniuersitet stifftung vncl ordinatiou artickel,zu rnwen gestölfc.

Y e r r e r guecliger fürst vncl her zaigen wir E. f. gnadenin vndertheniekait an: wie wol obengemelte ordinatiou wysset,das die Juristen alle tag zu lesen schuldig siend, vßgenomendie vacantz vnd den dornstag, so verr anders die wocli anyr selbs gantz ist, noch dan die wyl sollich täglich lesen gemel-ten Juristen sonderlich beschwerlich ist, sie an yren krefften hocherschöpffet, viluelticklich neben andern mit der vniuersitet ge-schefften beladen siend, vnd dieselbigen vßzufureu verbundenwerden, vncl dan die doctores der h a y 1 i gen geschrifft vermög der erstgedachten stifftung all samstag feyr vnclfestum haben, vnangesehen das ain anderer fiertag in derselbenwochen einfeit, in betrachtung der artisten disputation: damitdan gl i chf o r m ick ai t gehalten werde vncl gedacht Juristendester statlicher der vniuersitet gescheffteu obligen vncl sich yrerkrefften erholen mögen, darzu die wyl es vber sieben oder achttag ongefarlich ain gantz jar nit betryfft, haben wir inen vff yrsonder bit so vil an vns ist gegundet, das sy, cles glychen dieartzet, den dornstag für ain stetten feyr tag haben,die wocli sey au yr selbs gantz oder nit.

Nachdem wir aber sollichs on E. f. gnaden gnedigst ver-gunden nichts krefftentglich zetliun haben, bytten wir sampt ge-melter Juristen vnd artzet faculteten, E. f. gnaden wollen gne-diglichen in ditz klein nacklassen geliöllen 1 , damit die Juristensonderlichen yrer vilueltigen täglicher müw doch etwas ringerungone nachtayl der vniuersitet vncl schuler enpfahen.

Alß dan E. f. gnaden hieuor zu mermaln an vns gnedig-lich gesonnen haben etlich legenten der vniuersitet vff yrelecturen zu p erp etuieren vncl yr leben lang zu bestöllenu. s. w., weren wir vncl siendt wie obenangezögt woll willig vndin vnderthenickeyt geneigt E. f. gnaden in allen vns treglichvnd leidenlichen Sachen zu wilfarn, aber vnsers Verstands wyl zudysen zeiten weder nutz noch gelcgenhait der vniuersitet erleydeuymants zu perpetuieren, vncl das vs A r yl vnd mangerlay vrsachen,die wir jetzomaln all zu erzelen vnderlassen, vnd doch sonder-

1 geheilen d. i. einstimmen.