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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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18. Erlass Eberhard TI 1498.

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heilligen zwölffbotten aubent nach cristi vnsers lieben herren ge-purt als mail zalt Tusent vierhundert nüntzig vnd ain jare:

das wir dem nach als angender regierender fürst nach ab-gang des benanten vnnsers lieben vetters die berürten stifftunggnad fryhaitt Statuten vnnd fürgenomen Ordnung vorbestümptervniuersitet mit vrkund vnd inn krafft dis brieffs bekrefftigthaben by vnsern fürstlichen würden vnnd eren, geredend vndversprechen die bemelten vniuersitet by sölicher stifftunggnad fryhaitt statuta vnd Ordnung, ouch bv den vorangezögtenverschribungen darüber wysende mit allen puncten clausuln vndartickeln, gnediglich pliben zulasen vnnd nach vnserm bestenvermögen zuhandthaben, alles getrüwlich vnd vngeuerlich.

Vnd des zu warem vrkünd haben wir vnnser eigen innsigeloffenlich thun hencken an disen brieff, der geben ist zu Tuwingenvif mitwochen nach dem sonntag letare halbvasten des jars doman von der gepurt Cristi vnsers lieben herren zalt Tusent vier-hundert vnd im sechs vnd nüntzigsten jaren.

Univ. Archiv Mh. 7, 11. Perg. mit dem Siegel des Herzogs.

18 .

Erlass Eberhards II betr. das üppige Leben derStudenten.

vom 6. Februar 1498.

Unsern günstlichen Gruss zuvor, Würdige, hochgelehrte, liebe,Getrewe. Wir werden bericht, wie die Studenten, unser Under-tlionen Kind, so zu Tüwingen in der Uuiversitet studieren, sollenvil Gellts verzehren und wenig studieren, ihren Yättern undFreunden zu Schaden und Verderben, das euch und der ganzenUniversitet verächtlich, und auch allso geschehen zu lassen unserMeinung nit ist. Und bitten euch ernstlich, ihr wollend mit gu-thein getrewen Fleiß darob sein, das sich die Studenten, sonderlichunser Zugewandten Kind, emsigs Studierens heißen: und Muth-willen, köstlich Zehrung und unzüchtig Wesen meiden, damit sieWiird und Ehr, und die Universitet Lob und Uffgang erlangen

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