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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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10. P. Bulle 8. Jan. 1480.

Sattler Gr. 3. Beil. 79. Durch diesen Brief wird dieFreiung errichtet,welche die Häuser des Collegiatstifts und der Universität westlich undsüdlich von der Kirche , ferner das Facultätshaus in der Münzgasse d. h.das Haus der Artistenfacultät, bald auch die übrigen, von dieser Facultäterworbenen Gebäude in der damals sogenannten unteren Neckarhalde, nebstden Bursen in einem ansehnlichen Complex umfasste. Die Bezeichnungals Hof hat sich für einen Theil dieses Viertels bis heute erhalten. Dereine Bebenhäuser Freihof, sagt Zeller Beschr. 639, war in der sog. Münz-gasse gelegen und von Eberhardo Barbato zum Universitätshau gezogenworden, und muss in eben dem Hof gewesen sein, welcher jetzo der Uni-versitätshof, den Purschhof darzu gerechnet, genennet wird, und wo viel-leicht jetzo das Universitätshaus stehet, darhei nothwendig die Münze mussgewesen sein. Diese Vermuthung bestätigt ein Vergleich vom 16. August1502 zwischen Kl. Bebenhausen und Stadt Tübingen, wornaeh jenem stattdes an Universität und Collegium abgetretenen Freihofs in der Münz an-dere dafür erworbene Gebäude von allen Beschwerden befreit werden. Ur-kundlich lässt sich ferner belegen, dass der Abt Bernhard an den Cano-nicus Caspar Kockenbauch, seinen Verwandten, ein dem Kloster gehörigesHaus und Hofraite in der Münz im J. 1488 verkauft, von welchem dieHofstatt, nachdem das Haus abgebrannt, 1491 an die Universität übergeht.Von der Kirche an die Münzgasse aufwärts liegen die Häuser des Decans,des Propsts, welches der Graf 1481 schenkt, das Lectorium der Juristenoder der Juristen Schul, das Collegium, das Blauheurer Haus, später (1507)Sondersiechenhaus, das schwerlich lang dort geduldet wurde, sondern wohlauch in den Besitz der Universität oder eines der Lehrer, die sich damit Vorliebe ankaufen, iibergieng. Kaufbriefe im Univ. Archiv.

10 .

Bulla, in qua Sixtus IY Eberhardo Seniori indulget,quod Decimas Noualium in sustentationem Univ. Tn-bingensis erogare possit. 8. Kal. Jan. 1480.

Sixtus Episcopus Servus Servorum Dei dilecto filio Nobiliviro Eberhardo Seniori Comiti de Wirtemberg Coust. Dioc. salu-tem et apostolicam benedictionem.

Sincere deuotionis affectus, cpiem ad nos et Romanam gerisEcclesiam, non indigne meretur, ut petitionibus tuis, illis pre-sertim per quas anime tue saluti consulitur, annuamus et illafauoribus exequamur oportunis. Exhibita siquidem nobis nuperpro parte tua petitio continebat, quod cum decima seu jus deci-