Druckschrift 
Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

36

7. Freiheitsbrief vom 9. Okt. 1477.

finden ain hus, das der aigen hußwirt des das hus ist, nit willselber nutzen oder die sinen, mögend dieselben meister oder Schü-ler also laussen schetzen vnd daryn ziehen vnd des zins halbhezalen, Nach guter gewonheit der stat vnd der vorberürtenSchätzer geheis vnd willen gnüg tun vnd verzinßen, daran sollmeinen sie siimen noch irren by vorgemelter pene verliernngdes zinses.

W i r habent ouch alle fryheit geben, wie Maistern vnd schil-lern, geben och hiemit in Grafit dis brieffs allen iren Eeliehenwyhen vnd kinden, dartzu allem irem ingesind, knechtenn,magfcen dienern dartzu pedellen schribern inbindern, illuminierern,welche zu Tüwingen wonung haben.

W ir wöllent ouch vnd gebieten Ernstlichen denen von Tü-wingen das sie kein Juden och sust keinen offen wucherer byin, in der stat oder in iren zwingen vnd bennen laussen won-hafft beliben.

W i r wollend och das Niemand zu Tüwingen keinem Meisteroder Studenten vff biieher ly he, die kouff oder verpfend on sondervrlob ains Rectors zuzyten , vnd ob ainer das iiberfiire, der sollvon stund veruallen sin vierzig guldin, vnd nit minder die bücheronengelten wider geben, wiird ouch ain buch oder mer by ye-mendes fiinden das gestoln oder abtragen were, das sol zustundendem des es gewesen ist, wa er das mit siner trüw behalten mag,widerkert werden on gelt by ietzgemelter pene.

W i r wöllent ouch vnd gebieten das die amptlüt vnsrer statzu Tüwingen keinen lybartzet frow oder man der von derfacultet der Ertzny nit bewert ist laussen ainicherley Ertzny zu Tü-wingen triben, oder üben, es sye mit wasser besenlien, oder Rei-nigung geben oder sunst, deßglichen wollen wir das kein wund-art zat scherer oder ander in was stants der sige, lybartzny trib,er sye denn bewert vnd von der facultet der Ertzny zugelaussen.

Solich obgeschriben fryheit vnd gaub sollen ouch all iaurvnser vogt vnd zwen von dem ge rieht, von wegen dergemelten gemainen stat vff ain genanten tag, einem rector oderder Vniuersitet zu den heiligen schweren, alles Redlich vnd vff-reeht zuhalten, wie vorgeschriben stet on all geuerde vnd sichby verliernng yegliclier hundert guldin wider solichcs schwerennit stellen noch sich des widern in kein weg als bald sie vnd