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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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7. Freilieitsbrief vom 9. Okt. 1477.

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Were aber yeraandts vnder denen die solicli vnsre gebot brechenvnd der doch nit mit gut gnug tun mocht derselb soll solichsmit sinem lyb erarnen bessern vnd gantz ablegen.

W i r wollend ouch vnd gebietent ernstlichen allen unsrenvogten Burgermeisternn amptlüten statknechten geböteln vndandern vnsren vnterthonen das sie kein meister noch Studentendem studio zugehörig vahend oder vahen laussen noch yemandsgestatten hand oder gewalt an sie zulegen in deheinerley wyßevmb deheinerley schuld Mißtaut oder verwiirckung, die sich inder stat zu Ttiwingen oder in demselben ampt begeh, sonder dislaussen gescheen von dem rector der Vniuersitet oder denen denes von der schulen oder Rector Empfolhen würdt Nach iremwillen vnd geuallen. Es were dann das er sich fridlicher Anmu-tung für den Rector mit in zekomen fräuelich widert, oder inainer treffenlichen Mißtaut herfunden würd, so gebieten wir dochby obgemelten peuen denselbigen meister oder Studenten zu stundsinem'Rector oder öberosten one alle widerred vnd MißhandlungErberglich vnd one geletzt souer es sin mag züantwurten, dem-selbigen in sin strauff zugeben vnd zulaussen, vor demselben soler, ob es nott were, bürgen setzen genug zusin dem rechten,vnd mocht er nit bürgen haben, sol er geloben des züthun vnddarnach ouch von dem Rector gelaussen werden, were aber ainsolicher so lichtuertig oder die sach so gros, das im vff solichgelüpt nit wolt ain rector getruwen, so sol in der Rector sustinnhalten vnd versorgen vntz zu vßtrag der Sachen. Ouch ob ainerals gröblich were verlömbdet vmb übeltaut, den sol doch ainrector zuzyten oder die vnsren ob sie das von ainem rector wür-den gehaissen vnd sust nit bescheidenlich on all mißhandlunggefenglich halten, vnd wann er würdt vßgelaussen, sol er nit mergeben, Noch betzalen, dann was er in vencknus vertzert hat onegeverlich.

S o geben wir ouch ainem yeglichen rector zuzyten, oder demder sin stathalter ist gantzen volleir gewalt vßrichtung vnd rechtzüsprechen vnd zütun über all vnd yeglich Sachen die maistervnd Studenten vnder ainander vßzutragen haben, vßgenomen vmbligende giiter erbfall oder ander derglich Sachen, die sollen be-rechtet werden an den enden da sie geuallen vnd gelegen sint,

Urkunden der U. Tübingen. d