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Funfzig Fabeln für Kinder : nebst e. erntshaften Anh.
Entstehung
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46. Küchlein.

Küchlein, Küchlein! leichtsinnig Kind!Wohin läufst du nun wieder so geschwind?Durchkriechst gleich alle Winkel und Ecken,Willst immer gern etwas Neues entdecken;

Und siehst du dann deine Mutter nicht,

Gleich schreist du so kläglich, du armer Wicht.

Das Küchlein lief in den Garten hinein;Bald hört' es die Mutter ängstlich schrei'n.

Da suchte sie's auf mit Müh' und Noth;

Vor Aengsten und Schrecken war's halbtodt.Schnell unter die Flügel kroch's ihr nun,

Und denkt: ich will's nimmermehr wieder thun.