Druckschrift 
5 (1834)
Entstehung
Seite
125
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zu nehmen. Ich wünsche !hm alles Glück bei einerDame von höher» Verdiensten; aber mein Ent-schluß ist unerschütterlich fest, wenn ich erkläre,daß ich niemals die Würde annehmen kann, wel-che er mir zugcdacht hat."

Mir Liesen Worten gicng Lucie rasch auf dieThürc zu und verschwand, und überließ cs denbeiden Freunden, ihre beliebigen Glossen über ihrBenehmen zu machen.

Sie haben Alles mit Ihrer Ucbcrcilnng ver-dorben!" sagte der Oheim.

Uebcrcilung! verflucht! was wollten Sie ha-ben? Fünfzig Jahre bereite ich meine Seele zurHcirath vor; und jetzt, wo ich keinen Tag mehrzu verlieren habe, reden Sie von Uebereilung!"erwiedcrtc ihm der Liebhaber und warf sich in ei-nen Lehnstuhl.

Aber Sie haben nicht fünfzig Jahre IhreSeele vorbereitet zur Hcirath mit meiner Nich-te!" sagte Branden trocken.

Ausgeschlagen förmlich ausgcschlagcn zuwerden, von einem Landmädchcn!" fuhr Mauleve-rer fort in lautem Selbstgespräch;und das dazunoch in meinem Alter und bei meiner Erfahrung!von einem Landmüdchen ohne Slang, Ton, Bil-dung! Bei Gott! mich ficht es nicht a», wennalle Welt cs erfährt, denn keine Seele in der Weltwird cs glauben!"

BranSonjsaß sprachlos da, mit boshaftem Ver-