Druckschrift 
5 (1834)
Entstehung
Seite
122
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gekämpft. Ach! es warumsonst, und Sie sehen michjetzt ganz und gar auf Gnade und Ungnade zu Ih-ren Füßen. Machen Sie mich zum Elendesten derMenschen oder zum Bcncidcnswerthesten! Zaube-rin, reden Sieh"

In der That, mein Lord," sagte Lucie zö-gernd,ich finde cs schwer, an Ihren Ernst zuglauben; und vielleicht ist dicß nur eine Galante-rie gegen mich, deren Ausübung Sie bei Andernerlernten.

Holde Lucie, wenn ich Sie so nennen darf,"antwortete Maulcvcrer mit glühenden Blicken;geben Sie sich, ich flehe Sie an, auch nicht füreinen Augenblick die Miene, als mißverständenSie mich! scherzen Sie nicht einen Augenblick überdas, was für mich der Fluch oder der Segen mei-nes Lebens ist! Darf ich hoffen, daß meine Handund mein Herz, welche ich Ihnen hicmit anbierc,nicht Ihren Spott verdienen?"

Lucie sah ihren Anbeter mit einem ernst fra-genden Blick an; Branden schien noch zu schlafen.

Wenn Sie im Ernste reden, mein Lord!"sagte Lucie nach einer Pause,so thut es mirwahrhaft und innig leid; für den Freund meinesOheims habe ich immer, wie natürlich, Achtunggehegt; glauben Sie mir, daß ich die Ehre, dieSie mir erzeigen, sehr wohl zu schätzen weiß,wenn ich Ihnen auch mein Bedauern ausspreche.