Druckschrift 
5 (1834)
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

7 ?

und bewillkommt von Einem einem alten acht-baren Bekannten von dir welchen unter solchenVerhältnissen wieder zu treffen dich eben so sehrüberraschen als schmerzen wird.

Wisse denn doch zuerst wollen wir dir dieBeschäftigung und den Aufzug der erhabnen Per-son, von welcher wir sprechen, beschreiben. Uebereinen Rost, köstlich überdeckt mit fetten Lenden-stücken, gebeugt, stand das Individuum; derrechte Arm war bis über den Ellbogen entblößtund seine rechte Hand hielt den bildlichen Drei-zack, bei den Gastromancn unter dem Wort Ga-bel bekannt, fest. Sein perückenloses Haupt warmit einer kattunenen Nachtmütze geschmückt. Sei-nes Oberkleides hatte er sich entledigt, und eineweißliche Schürze umwallte anmuthig seinen Un-terleib. Seine Strümpfe waren nicht gebundenund gewährten zwischen Knie und Wade lnteressain-ke Ansichten des rohen Fleisches. Ein §eug-Schul>und Einer von Leder-Stoff umschloßen seine brei-ten Füße. Unternehmungsgeist oder vielleicht dieedle Glut seines dermaligen Küchengewerbes ver-breiteten eine noch rosigere Röthe über ein schondurch großartige Traukspenduugeu früh gefärbtesAntlitz und seine großen und runden Augenschei-ben blitzten unter den Gardinen seiner blaßgclbenAugeulieder den Ankömmlingen funkelnd entge-gen. Dieß, o Leser I war der Anblick und das