Druckschrift 
5 (1834)
Entstehung
Seite
38
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von Zimmern zu ihrem ausschließlichen Gehrauchwurde eingerichtet und möblirt, so wie cs nachihrem Geschmack scyn würde; ein besondrer Wa-gen sammt Dienerschaft standen ihr zu Gebote»und durch fortwährende Geschenke von Büchern»Blumen» Musikalicn suchte er ihre Gedanken zubeschäftigen und sie für die Einsamkeit zu ent-schädigen, welcher er sie zu überlassen durch diePflichten seines Amts genöthigt war- Diese Auf-merksamkeiten, welche den sonderbaren Mann ineinem neuen Lichte zeigten, schienen manche ver-borgene, gute Seiten zum Vorschein zu bringen,welche sonst unter den Härten seiner kieselhartenNatur verhüllt blieben; und trotz ihrem wvhlbe-gründeten Schmerz und der tiefen Schwermut!?,welche sie verzehrte, fühlte doch Lucie eine dank-bare Rührung über eine Güte, welche doppelt zuschätzen war an einem Manne, der, vhwohl fein-gebildet und artig, keineswegs ein Freund derkleinen, den Frauen so schmeichelhaften Aufmerksam-keiten war, die, so erwünscht sie ihnen sind, dochoft dem, der sie erweist, ihre Mißachtung zuzie-hen. Brandon hatte Vieles an sich, das unver-merkt' für ihn einnahm. Bei einer erfahrener»Person als Lucie wäre dieses unwiilkührliche Sichungezogen fühlen wohl leicht mit einigem Ver-dacht vereinbar und wohl schwerlich von Hochach-tung gegen ihn begleitet gewesen; und doch warfür Alle, die ihn kannten, selbst für den scharfsich-